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Wer will schon Aktien kaufen, wenn ein Wochenende bevorsteht, an dem eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten nicht ausgeschlossen oder besser noch, einkalkuliert werden muss. Die Welt hat den nächsten Krieg und die Börse einen weiteren Faktor Unsicherheit. Die mögliche Bodenoffensive Israels im Gazastreifen und Meldungen über Angriffe auf syrische Flughäfen, um iranische Waffenlieferungen zu verhindern, schüren die Angst vor einem Flächenbrand in der Region. Hatten bis zur Wochenmitte noch die Hoffnungen fallender Renditen die geopolitischen Sorgen kompensiert, machten die Inflationsdaten aus den USA am Donnerstag dann den Investoren einen Strich durch ihre vielleicht in Sachen Zinswende zu optimistische Rechnung. Auch die Tatsache, dass der Deutsche Aktienindex auf die gar nicht so enttäuschen ausgefallenen Daten weitaus stärker mit Kursverlusten als die Wall Street reagiert hat, dürfte viele Anleger zunächst von weiteren Käufen abhalten. Die Widerstandszone aus Sommertiefs und 200-Tage-Linie sollte aufgrund der vielen Unwägbarkeiten nur sehr schwer zu knacken sein. Eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau wäre da bereits ein Erfolg.

Birkenstock floppt an der Börse

Alles andere als stabil ist der Kurs der Birkenstock-Aktien nach dem Börsengang in New York. Bereits der erste Kurs am Mittwoch lag elf Prozent unter dem Ausgabepreis. Zum Wochenschluss klafft zwischen dem Ausgabekurs von 46 Dollar und nun 37,50 Dollar ein gewaltiges Loch von 18 Prozent. Ein schwacher Börsenstart ist immer ein schlechtes Zeichen, sowohl für das Unternehmen als aus für den Gesamtmarkt. Vielleicht aber ist der Trend beim Sandalenhersteller aus Deutschland ja ein anderer. Während viele seiner Vorgänger nach einem ersten oder auch zwei euphorischen Tagen an der Börse mittlerweile unter ihren Ausgabepreisen notieren, kann es mit Birkenstock vielleicht jetzt nur noch aufwärts gehen – dies wäre für potenzielle Aktionäre sicherlich die bessere Entwicklung.

Schaeffler will Vitesco übernehmen

Gut lief es in dieser Woche bereist für die Aktionäre des Autozulieferers Vitesco. Die Schaeffler AG plant eine vollständige Übernahme des Antriebsspezialisten. Das Familienunternehmen besitzt bereits 50 Prozent des Unternehmens und bietet für den anderen Teil nun 91 Euro je Vitesco-Aktie. Dahin sprang die Aktie dann auch sogleich und bescherte den Aktionären einen satten Gewinn von rund 20 Prozent. Aber auch für die zukünftigen Aktionäre der Schaeffler AG dürfte dies auf lange Sicht ein gutes Geschäft sein. Die Unternehmensführung erwartet Synergieeffekte in Höhe von 600 Millionen Euro in den nächsten sechs Jahren. Eine Strategie, die aufgehen könnte, noch allerdings steht die Zustimmung von Vitesco noch aus.

Südzucker erhöht erneut Prognose

Während viele Unternehmen unter dem gestiegenen Kostendruck leiden und den Gürtel enger schnallen müssen, erhöht Südzucker die Ergebnisprognose für das laufende Jahr. Zwischen 900 Millionen und einer Milliarde Euro sollen nun operativ erwirtschaftet werden. Dies ist bereits die zweite Prognoseerhöhung in diesem Jahr. Das Unternehmen zeigt sich damit sehr resistent gegen den gestiegenen Druck von außen durch Inflation und andere Unsicherheitsfaktoren. Die Aktie allerdings konnte davon in den vergangenen Monaten nicht wirklich profitieren. Auch der zwischenzeitliche Anstieg um sechs Prozent nach den guten Nachrichten war zum Wochenschluss schon wieder Geschichte.

Berichtssaison könnte in den Hintergrund rücken

Ob sich die Investoren aufgrund der geo- und geldpolitischen Unsicherheiten auf die nun startende Berichtssaison zum dritten Quartal konzentrieren können, bleibt fraglich. Allerdings sollten sie dies tun, denn vor dem Hintergrund einer weiterhin hohen Inflation, Konsumzurückhaltung der Verbraucher und wegfallenden fiskalpolitischen Impulsen in den USA könnte hier ein weiterer Belastungsfaktor hinzukommen. Laut einer Bloomberg-Umfrage erwarten Investoren zwar zahlreiche Gewinnwarnungen aus den S&P 500-Unternehmen. So aber besteht auch genug Überraschungspotenzial, wenn diese ausbleiben. Am Dienstag öffnen unter anderem Bank of America und Goldman Sachs ihre Bücher. Am Mittwoch dann schauen Investoren auf Morgan Stanley und Netflix und hierzulande berichten die Deutsche Börse und SAP.

DAX – aktuelle Unterstützungen und Widerstände:

Unterstützungen:  15.250/15.200 + 15.150/15.100 + 15.050/15.000

Widerstände: 15.350/15.400 + 15.500/15.550 + 15.650/15.700

 

Dieser Artikel stammt von RoboMarkets.

"Wenn Sie auf den Finanzmärkten investieren, sollten Sie daran denken, dass Transaktionen mit Währungen und anderen Instrumenten, die de facto als Handelsgeschäfte gelten, nicht einfach sind und erhebliche Risiken bergen. Sie sollten genau verstehen, wie sie funktionieren, welche Risiken Ihr Kapital bedrohen können, sowie alle Regeln und Vorschriften für die Verwendung von Anlageprodukten. Wenn Sie mit RoboMarkets Pro investieren, sollten Sie alle Merkmale verstehen, die die Preise und Wechselkurse der Anlageprodukte beeinflussen. Wenn Sie die mit diesen Produkten verbundenen Risiken nicht vollständig verstehen, sollten Sie selbst gründliche Recherchen anstellen oder sich an einen externen Spezialisten wenden, der Sie unabhängig berät. "

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