Die Woche in einem Satz: Verkäufe bei EUR und JPY drückten die Positionierung in Richtung neuer bärischer Extreme, WTI verbesserte sich durch Short-Covering trotz eines starken Kursrückgangs, und VIX-Shorts zogen sich zurück, während die Volatilität stieg.

FX: Bärische Extreme vertiefen sich
Der Euro (EUR) lieferte das klarste bärische Signal der Woche. Spekulanten reduzierten die Netto-Positionierung um 31.109 Kontrakte, der stärkste Rückgang seit Juni, und setzten den Ausverkauf damit in eine zweite Woche fort. Die Netto-Short-Position erreichte 72.447 Kontrakte und liegt nun unter dem 1. historischen Perzentil. Zudem fiel EUR/USD leicht, sodass der Preis den Zufluss weiterhin bestätigte, statt sich einer zunehmend extremen Positionierung zu widersetzen.
Auch der japanische Yen (JPY) verschlechterte sich in einer zweiten Woche, wobei die Netto-Positionierung um weitere 11.287 Kontrakte auf eine Short-Position von 163.412 Kontrakten fiel, nahe dem 2. Perzentil, während USD/JPY nach der Abwertung des Yen mit ordentlichen Gewinnen handelt.
Das britische Pfund (GBP) schloss sich nach vier Wochen des Eindeckens der defensiven Neuausrichtung an: Die Positionierung fiel um 9.253 Kontrakte, und Cable gab deutlich nach, wodurch die Preisbestätigung für die bärische Bewegung wiederhergestellt wurde.
Die Verkäufe beim australischen Dollar (AUD) setzten sich in der zehnten Woche in Folge fort, und AUD/USD verzeichnete ordentliche Verluste, womit die jüngste Preisdivergenz beendet wurde.
Der kanadische Dollar (CAD) blieb tief im Short-Bereich, mit einem moderaten wöchentlichen Rückgang von 1.862 Kontrakten, obwohl USD/CAD faktisch unverändert blieb.
Die Positionierung im US-Dollar (USD) verbesserte sich in einer zweiten Woche, wobei der US Dollar Index (DXY) ordentliche Gewinne verbuchte und ein insgesamt defensives Bild über die Währungen hinweg abrundete.
WTI: Eindeckung, keine Bestätigung
Die Preise für West Texas Intermediate (WTI) verzeichneten die größte positive Positionsveränderung der Woche, da die Netto-Exponierung um 38.419 Kontrakte stieg, die stärkste Verbesserung seit März und der zweite Anstieg nach einer achtwöchigen Verkaufsserie. Die Netto-Long-Position der Nicht-Gewerblichen stieg auf 120.108 Kontrakte, wird aber weiterhin nur leicht gehalten und liegt nahe dem 11. historischen Perzentil. Die Zusammensetzung ist weniger bullish, als die Überschrift vermuten lässt. Shorts gingen um 33.609 Kontrakte zurück, während Longs nur um 4.810 zunahmen, und das gesamte Open Interest schrumpfte. Die Preise für WTI fielen zudem um mehr als 6%. Die Erholung wirkt daher vor allem durch Eindeckungen getrieben und fehlt die Preisbestätigung. Eine nachhaltige bullische Wende erfordert nun stabilere Preise und eine breitere Rückkehr neuer Long-Teilnahmen.
VIX und sekundäre Signale
Die Netto-Positionierung im VIX verbesserte sich um 13.448 Kontrakte, da Shorts um 18.127 zurückgingen und die Volatilität um 11,49% stieg. Doch das Open Interest sank um 53.391, was die Bewegung eher als breites De-Risking denn als aggressiven neuen Absicherungsaufbau erscheinen lässt. Die Verkäufe bei Gold setzten sich in einer dritten Woche fort, wobei der Spotpreis um fast 1,20% fiel und den schwächeren Zufluss bestätigte. Die Positionierung bei Kaffee blieb weitgehend unverändert, während der Preis der Futures (KC1) um mehr als 2% zulegte.
Was als Nächstes wichtig ist
Erstens verbinden EUR und JPY nun extreme bärische Positionierung mit Preisbestätigung, daher ist die Persistenz wichtiger als das Ausmaß. Zweitens braucht WTI Preisstabilisierung und neue Longs, bevor die durch Eindeckungen getriebene Erholung zu einem bullischen Regime werden kann. Drittens sollte die VIX-Bewegung über die Beteiligung gelesen werden: steigende Volatilität bei gleichzeitig einbrechendem Open Interest signalisiert Rückzug, noch keinen breiten Aufbau von Absicherungen.
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