Der ING-Analyst Frantisek Taborsky verweist darauf, dass die Inflation in Tschechien zuletzt niedriger als erwartet ausgefallen ist. Das kräftige Lohnwachstum und die stabile Kerninflation sprächen jedoch weiterhin dafür, dass die Tschechische Nationalbank (CNB) auf ihrer Sitzung im Juni die Zinsen anheben wird. Da die Märkte voraussichtlich weitere Straffungsschritte einpreisen werden, sieht ING das Währungspaar EUR/CZK bereits in der kommenden Woche bei 24,00 testen und rechnet mit weiteren Gewinnen der Krone, da Tschechien innerhalb der Schwellenländer zu den frühen Zinserhöhern zählt.
Straffungszyklus der CNB spricht für stärkere Krone
„Ohne große Überraschungen deutet derzeit vieles darauf hin, dass die CNB auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen anheben wird. Die Schweigeperiode vor der Sitzung beginnt am Donnerstag, und bis dahin dürften wir noch weitere Äußerungen von Mitgliedern des Bankrats hören.“
„Auch wenn eine Zinserhöhung weitgehend eingepreist ist, sind wir der Ansicht, dass die Entscheidung selbst das Potenzial hat, den Devisenmarkt zu stützen, da sie den Beginn eines Zyklus markieren könnte. Zwar dürfte die CNB diesen Schritt nicht als Auftakt einer Reihe von Zinserhöhungen darstellen, doch der Markt wird versuchen, weitere geldpolitische Straffungen einzupreisen.“
„EUR/CZK könnte daher bereits in der kommenden Woche die Marke von 24,00 testen, mit Aussicht auf weitere Gewinne der Krone im weiteren Verlauf. Tschechien gehört innerhalb des Schwellenländeruniversums zu den frühen Zinserhöhern, was insgesamt ein positives Bild für die tschechische Krone zeichnet.“
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