- NZD/USD schwächt sich im frühen europäischen Handel am Donnerstag auf rund 0,5795 ab.
- Die USA und der Iran tauschen zum zweiten Tag in Folge Angriffe aus, was den Neuseeländischen Dollar belastet.
- Der US-Erzeugerpreisindex (PPI) für Mai wird später am Donnerstag veröffentlicht.
Das Paar NZD/USD verliert im frühen europäischen Handel am Donnerstag an Zugkraft und notiert nahe 0,5795. Erneute Gefechte zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran belasten den Neuseeländischen Dollar (NZD) gegenüber dem US-Dollar (USD). Die Händler bereiten sich auf den US-Erzeugerpreisindex (PPI) vor, der später am Donnerstag veröffentlicht wird.
Die USA und der Iran haben zum zweiten Mal in Folge in der Nacht Angriffe ausgetauscht. Washington bezeichnete ihre Angriffe als „Selbstverteidigungsschläge“. Dies erfolgte, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte: „Wir haben sie gestern hart getroffen, und wir werden sie heute wieder hart treffen.“ Unterdessen teilte der oberste gemeinsame Militärstab des Iran mit, dass die Straße von Hormus für die „Durchfahrt jeglicher Schiffe“ geschlossen wird und fügte hinzu, dass jedes Schiff, das die Durchfahrt versucht, ins Visier genommen wird.
Der anhaltende Schlagabtausch sorgt für Besorgnis über den Stand der diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges, was eine sichere Hafenwährung wie den Greenback stärkt und dem Paar Gegenwind verschafft.
Der US-PPI-Inflationsbericht steht später am Donnerstag im Fokus. Es wird erwartet, dass der Gesamt-PPI im Mai im Jahresvergleich um 6,4 % steigt, verglichen mit 6,0 % im April, während der Kern-PPI voraussichtlich um 5,4 % gegenüber zuvor 5,2 % zulegen wird. Weitere Anzeichen für eine heißere Inflation in den USA könnten den USD kurzfristig stärken.
Eine hawkische Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) könnte jedoch helfen, die Verluste des Kiwi zu begrenzen. RBNZ-Gouverneurin Anna Breman erklärte, dass der Offizielle Leitzins (OCR) wahrscheinlich früher und stärker als zuvor signalisiert steigen wird, wobei sie auf die durch den Nahostkonflikt bedingte Inflation, schwächeres Wachstum und steigende Inputkosten in Neuseeland und bei dessen Handelspartnern verwies. Die Märkte haben die Zinserwartungen für Neuseeland neu bewertet, wobei Händler nun mehrere Zinserhöhungen bis Anfang 2027 erwarten.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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