Der japanische Yen hat nachgegeben, da die Märkte robuste heimische Konjunkturdaten ausblendeten und sich stattdessen auf die Positionierung der Investoren sowie die Zinssitzung der Bank of Japan (BoJ) am Freitag konzentrierten. Dort werden allgemein eine Zinserhöhung und ein deutlich strafferer geldpolitischer Ausblick erwartet, berichten die Chef-Devisenstrategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret.
USD/JPY legt zu – trotz starker Japan-Daten
„Der Yen liegt 0,5 Prozent gegenüber dem US-Dollar im Minus und entwickelt sich schwächer als alle anderen G10-Währungen mit Ausnahme des britischen Pfunds. Übergeordnete Marktentwicklungen scheinen zu dominieren, zumal auf die Veröffentlichung stärker als erwarteter Handels- und Maschinenauftragsdaten kaum eine nennenswerte Reaktion folgte.“
„Auch die Positionierung dürfte eine Rolle spielen, da Marktteilnehmer ihre Engagements im Vorfeld kurzfristiger Ereignisrisiken und der geldpolitischen Entscheidung der BoJ am Freitag anpassen. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte wird weithin erwartet. Zudem dürften die Währungshüter einen höheren Zinspfad für 2026 sowie eine breitere Handelsspanne für langfristige Renditen in Aussicht stellen.“
„Beim Währungspaar USD/JPY betonen wir weiterhin die Bedeutung der kurzfristigen Unterstützung am 50-Tage-Durchschnitt bei 154,27 und sehen einen ersten Widerstand im Bereich oberhalb von 156,50.“
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