- Der Preis für Rohöl der Sorte WTI stieg am Mittwoch im asiatischen Handel auf knapp 74,15 US-Dollar.
- Die US-Rohöllagerbestände sind laut API in der vergangenen Woche um 4,022 Millionen Barrel gesunken.
- Ölhändler bereiten sich auf das FOMC-Protokoll am Mittwoch vor dem US-NFP-Bericht für Dezember vor.
Die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) notiert am Mittwoch bei rund 74,15 US-Dollar. Der WTI-Preis steigt aufgrund der erwarteten höheren Nachfrage aus China und eines stärkeren Rückgangs der US-Rohöllagerbestände.
Ein starker Rückgang der US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche stützt den WTI-Preis etwas. Der wöchentliche API-Bericht zeigte, dass die Rohöllagerbestände in den USA in der Woche zum 3. Januar um 4,022 Mio. Barrel gesunken sind, verglichen mit einem Rückgang von 1,442 Mio. Barrel in der Vorwoche. Der Marktkonsens war von einem Rückgang um 250.000 Barrel ausgegangen. Darüber hinaus könnten die eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine den WTI-Preis in naher Zukunft in die Höhe treiben.
Am Dienstag veröffentlichte die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), Chinas oberste Wirtschaftsplanungsbehörde, eine Richtlinie zur Schaffung eines einheitlichen nationalen Marktes, die darauf abzielt, Marktbarrieren abzubauen, um die Binnennachfrage anzukurbeln und gleichzeitig die Offenheit zu erhöhen. Die positiven Entwicklungen im Zusammenhang mit den chinesischen Konjunkturmaßnahmen könnten den Preis für das schwarze Gold in die Höhe treiben, da China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist.
„Obwohl der Markt derzeit an seine Grenzen stößt, verzeichnet er Gewinne aufgrund der verbesserten Nachfrageerwartungen, die durch den Urlaubsverkehr und die wirtschaftlichen Versprechen Chinas angeheizt werden“, sagte Hilal in einer Morgenmitteilung. Der primäre Trend bleibt jedoch bärisch.
Mit Blick auf die Zukunft werden Ölhändler das Protokoll des Federal Open Market Committee (FOMC) im Auge behalten, das später am Mittwoch veröffentlicht wird. Am Freitag stehen die US-Arbeitsmarktdaten für Dezember im Fokus. Volkswirte erwarten, dass im Dezember 154.000 neue Stellen geschaffen wurden und die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent verharrt. Sollte das Ergebnis besser als erwartet ausfallen, könnte dies den Greenback in die Höhe treiben und die in USD denominierten Rohstoffpreise kurzfristig belasten.
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