- Der WTI-Preis steigt am Montag im frühen asiatischen Handel auf fast 57,10 USD.
- China signalisiert nachhaltige fiskalische Unterstützung für das Wachstum im Plan 2026, was den WTI-Preis stützt.
- Trump wiederholte, dass die Friedensgespräche in der Ukraine nahe sind, räumte jedoch ein, dass wichtige territoriale Fragen bestehen bleiben.
West Texas Intermediate (WTI), die US-amerikanische Rohöl-Benchmark, wird während der frühen asiatischen Handelsstunden am Montag um die 57,10 USD gehandelt. Der WTI-Preis steigt angesichts der Aussichten auf eine verbesserte chinesische Nachfrage. Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung des Berichts über die Rohölvorräte des American Petroleum Institute (API) am Dienstag vor, um neuen Auftrieb zu erhalten.
Bloomberg berichtete am Sonntag, dass die chinesische Regierung eine proaktive fiskalische Haltung für 2026 signalisiert hat, was auf eine nachhaltige staatliche Unterstützung zur Förderung des Wachstums in einem herausfordernden externen Umfeld hinweist.
Eine Erklärung des Finanzministeriums besagte, dass Peking beabsichtigt, gezielte Investitionen in priorisierte Sektoren wie fortschrittliche Fertigung, technologische Innovation und die Entwicklung von Humankapital auszubauen. Die Ankündigung folgte einem Jahresend-Arbeitsmeeting zur Festlegung der fiskalischen Prioritäten für das nächste Jahr. Es ist erwähnenswert, dass eine nachhaltige Unterstützung der chinesischen Regierung zur Förderung des Wachstums den WTI-Preis steigern könnte, da China der größte Rohölimporteur ist.
Andererseits haben die von den USA geführten Gespräche zur Beendigung des Krieges in der Ukraine keinen Durchbruch erzielt. Dies könnte wiederum den WTI-Preis kurzfristig anheben. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass er in den Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über einen möglichen Friedensvertrag „viel Fortschritt“ gemacht habe. Dennoch sagte Trump, dass es keinen offensichtlichen Durchbruch bei der strittigen Frage des Territoriums gebe und es einige Wochen dauern könnte, um dies zu klären.
Das potenzielle Aufwärtspotenzial für das schwarze Gold könnte angesichts von Bedenken über ein globales Überangebot nach Angebotssteigerungen der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Verbündeten (OPEC+) begrenzt sein. Die Gruppe einigte sich auf eine moderate Produktionssteigerung von 137.000 Barrel pro Tag (bpd) für Dezember.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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