• Der WTI-Preis steigt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag auf ein Viermonatshoch von fast 63,60 USD. 
  • Die US-Rohöllagerbestände verzeichneten einen wöchentlichen Rückgang. 
  • Trump warnte Iran, ein Atomabkommen zu schließen oder militärischen Angriffen gegenüberzustehen. 

West Texas Intermediate (WTI), die US-Rohöl-Benchmark, wird am Donnerstag während der asiatischen Handelsstunden um die 63,60 USD gehandelt. Der WTI-Preis steigt auf den höchsten Stand seit Ende September, da die Rohöllagerbestände sinken und die geopolitischen Spannungen im Iran zunehmen. 

Laut dem wöchentlichen Bericht der US-Energieinformationsbehörde (EIA) fielen die Rohöllagerbestände in den USA in der Woche bis zum 24. Januar um 2,296 Millionen Barrel, verglichen mit einem Anstieg von 3,602 Millionen Barrel in der Vorwoche. Dieser unerwartete Rückgang der Rohöllagerbestände deutet auf eine höhere Ölnachfrage hin, was den WTI-Preis stützt. 

Reuters berichtete, dass ein US-Flugzeugträger und unterstützende Kriegsschiffe im Nahen Osten angekommen sind, was die Fähigkeiten von US-Präsident Donald Trump zur Verteidigung der US-Truppen oder zur potenziellen militärischen Aktion gegen Iran erhöht. 

Am Mittwoch forderte Trump Teheran auf, "an den Tisch zu kommen" und ein "gerechtes und faires Abkommen" auszuhandeln, andernfalls würde der nächste US-Angriff weitaus schlimmer sein. Iran reagierte mit einer Drohung, sich gegen die USA, Israel und deren Unterstützer zu wehren. Die erhöhten geopolitischen Risiken im Nahen Osten und die Bedenken über Versorgungsunterbrechungen des viertgrößten Rohölproduzenten von OPEC könnten das schwarze Gold kurzfristig ankurbeln. 

Andererseits könnte die erneute Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) den Preis des auf USD lautenden Rohstoffs belasten. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Mittwoch, dass das Land eine starke Dollar-Politik verfolgt und dass Washingtons Fokus darauf liegt, robuste wirtschaftliche Grundlagen zu schaffen. 

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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