• WTI steigt zu Beginn einer neuen Woche, bleibt jedoch in einer über eine Woche alten Spanne gefangen.
  • Steigende geopolitische Spannungen unterstützen die Rohstoffe, während Nachfragesorgen die Gewinne begrenzen.
  • Überangebotsängste könnten weiterhin als Gegenwind für die Ölpreise wirken, angesichts eines bärischen technischen Setups.

Die Preise für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigen während der asiatischen Sitzung am Montag, obwohl der Anstieg an bullischer Überzeugung mangelt. Der Rohstoff bleibt in einer über eine Woche alten Spanne gefangen, nur knapp über einem Drei-Monats-Tief, das letzte Woche erreicht wurde, und handelt derzeit im Bereich von 62,65 bis 62,70 USD, was einem Anstieg von 0,50% für den Tag entspricht.

Die Finanzminister der Gruppe der Sieben (G7) diskutierten am Freitag in einem Telefonat über die Verhängung weiterer Sanktionen gegen Russland und mögliche Zölle auf Länder, die sie als Unterstützer des Krieges in der Ukraine betrachten. Dies geschieht im Anschluss an den jüngsten Drohnenangriff der Ukraine, der die Verladungen aus dem größten Hafen im westlichen Russland aussetzte. Hinzu kommt, dass der anhaltende Konflikt im Nahen Osten Bedenken hinsichtlich möglicher Versorgungsunterbrechungen aufwirft und die Rohölpreise unterstützt.

In der Zwischenzeit deutete ein unerwarteter Anstieg der US-Rohöllagerbestände auf eine nachlassende Nachfrage im größten Ölverbraucher der Welt hin. Abgesehen davon befeuert die OPEC+-Entscheidung, die Produktion ab Oktober zu erhöhen, weiterhin die Sorgen über ein Überangebot, was die Händler davon abhält, aggressive bullische Wetten auf die Rohölpreise abzuschließen. Auch die Investoren scheinen zögerlich zu sein und entscheiden sich, auf die FOMC-Entscheidung am Mittwoch zu warten, bevor sie sich für eine feste kurzfristige Richtung positionieren.

Betrachtet man das technische Bild, könnte die preisgebundene Bewegung weiterhin als bullische Konsolidierungsphase eingestuft werden, vor dem Hintergrund des jüngsten Durchbruchs unter den 100-Tage-Simple Moving Average (SMA). Dies untermauert weiter die Annahme, dass sich bei höheren Niveaus neue Verkäufer bilden und rechtfertigt eine gewisse Vorsicht, bevor bestätigt wird, dass die Rohölpreise einen kurzfristigen Boden gebildet haben.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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