- Der WTI-Preis schwächt sich aufgrund von Überangebotsbedenken, da OPEC+ die Ölförderung für November erhöhen könnte.
- Die Ölpreise gaben nach, nachdem die kurdische Region im Irak die Exporte nach einer 2,5-jährigen Pause wieder aufgenommen hatte.
- Präsident Trump und der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hatten einen vorläufigen 20-Punkte-US-Friedensplan für den Gazastreifen ausgearbeitet.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl verliert weiterhin an Boden und wird während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag um die 62,90 USD pro Barrel gehandelt. Die Rohölpreise schwächen sich aufgrund einer weiteren erwarteten Produktionssteigerung der Organisation der erdölexportierenden Länder und ihrer Verbündeten, einschließlich Russland, nach der Wiederaufnahme der Ölexporte aus der kurdischen Region im Irak.
OPEC+ wird voraussichtlich bei ihrem Treffen an diesem Wochenende eine Produktionssteigerung für November genehmigen. Die Ölgruppe wird wahrscheinlich zustimmen, die Produktion um mindestens 137.000 Barrel pro Tag bei der Versammlung am Sonntag zu erhöhen.
Die Ölpreise fielen, nachdem die kurdische Region im Irak die Exporte nach einer 2,5-jährigen Pause wieder aufgenommen hatte, was das Angebot auf einem Markt erhöht, der mit Überangebotsrisiken konfrontiert ist. Im Rahmen eines neuen Abkommens mit Bagdad werden zunächst 180.000–190.000 Barrel pro Tag (bpd) über den Hafen Ceyhan in der Türkei fließen.
US-Präsident Donald Trump und der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu gaben am Montag bekannt, dass sie einen vorläufigen 20-Punkte-US-Friedensplan für den Gazastreifen ausgearbeitet hatten. Trump warnte, dass Israel, falls Hamas den Vorschlag ablehnt, seine volle Unterstützung erhalten würde, um „den Job zu beenden“. In der Zwischenzeit hat die EU die Sanktionen gegen den Iran wegen seiner fortgesetzten Verstöße gegen das Atomabkommen wieder verhängt, was den jüngsten Maßnahmen der UN entspricht.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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