• WTI bleibt in einer Handelsrange mit Preisen, die zwischen dem 20- und 50-Tage-SMA schwanken.
  • Öl hält sich über 62 USD, aber ein Durchbruch nach unten könnte einen Rückgang in Richtung 60 USD auslösen.
  • Das Momentum stagniert, während die Händler auf Impulse aus dem breiteren Markt warten.

Die Rohölpreise stehen am Dienstag unter Druck, belastet durch eine Kombination aus steigendem globalen Angebot und anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit. 

West Texas Intermediate (WTI), der US-Rohölbenchmark aus Texas und den umliegenden Regionen, bleibt derzeit gedämpft und handelt innerhalb einer engen Spanne technischer Konvergenz, während er sich bemüht, sich von dem breiteren Abwärtstrend zu erholen, der nach der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump im Januar begann.

Obwohl die Preise am Dienstag relativ stabil sind, dämpfen vorherrschende makroökonomische Gegenwinde und anhaltende Angebotsdrucke das bullische Momentum und halten einen vorsichtigen Ton auf den Energiemärkten aufrecht.

WTI-Rohöl handelt in einer engen Spanne, während der Markt auf neue Treiber wartet

WTI-Rohöl befindet sich in einer Konsolidierungsphase und handelt innerhalb einer breiteren Spanne, die durch zwei wichtige Fibonacci-Retracement-Niveaus aus dem Rückgang von Januar bis April definiert ist. Diese Zone hat einen technischen Puffer geschaffen, der sowohl die Preisbewegungen nach oben als auch nach unten enthält und eine breitere Marktunsicherheit signalisiert.

Da das kurzfristige Momentum weiterhin auf Widerstand stößt, der von strukturellen und makroökonomischen Gegenwinden beeinflusst wird, fungieren die 20- und 50-Tage-Simple-Moving-Averages (SMA) derzeit als dynamische Zonen von Unterstützung und Widerstand, die die Preisbewegung weiter komprimieren und das vorherrschende Fehlen einer klaren Richtung verstärken.

Zum Zeitpunkt des Schreibens hält WTI weiterhin über dem psychologischen Unterstützungsniveau von 62,00 USD. Ein entscheidender Durchbruch unter dieses Niveau könnte den Weg zum 23,60%-Fibonacci-Retracement der YTD-Bewegung bei 60,588 USD öffnen, das eng mit dem 20-Tage-SMA bei 60,644 USD übereinstimmt. Ein Durchbruch in dieser Zone könnte erneuten Verkaufsdruck und einen möglichen Test der 60,00 USD-Marke nach sich ziehen.

Aus der Perspektive des Momentums bleibt der Relative Strength Index (RSI) leicht über der neutralen 50-Marke, was auf einen vorsichtigen Marktton hinweist, während die Händler auf weitere Klarheit aus globalen Fundamentaldaten oder geopolitischen Entwicklungen warten.

Wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen stabilisieren oder die Öl-Nachfrageprognosen sich verbessern, könnte WTI wieder Aufwärtsmomentum gewinnen, was es den Bullen ermöglichen würde, einen Test des 50-Tage-SMA bei 63,612 USD und des 38,20%-Fibonacci-Retracement-Niveaus bei 64,179 USD anzustreben, einer Zone, die eine kritische kurzfristige Widerstandsgrenze markiert.

WTI Rohöl Tages- Chart

WTI Öl FAQs

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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