- WTI bewegt sich nach unten, da Händler auf Fortschritte bei einem von den USA vermittelten Friedensrahmen zwischen Russland und der Ukraine reagieren.
- Berichte deuten darauf hin, dass Kiew dem Entwurf eines möglichen Abkommens während der Gespräche in Abu Dhabi zugestimmt hat.
- Sorgen über ein Überangebot und steigende Lagerbestandsprognosen belasten weiterhin die Stimmung.
West Texas Intermediate (WTI) Rohöl gibt am Dienstag nach und gibt die moderaten Gewinne aus der vorherigen Sitzung zurück, da Händler auf Berichte über Fortschritte bei einem von den Vereinigten Staaten (US) vermittelten Friedensrahmen zwischen Russland und der Ukraine reagieren. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird WTI bei etwa 57,75 USD gehandelt, was einem Rückgang von fast 1,90 % entspricht und sich nahe den Ein-Monats-Tiefs bewegt.
Die jüngste Schwäche folgt frischen Schlagzeilen, die darauf hindeuten, dass Kiew vorläufig dem Entwurf eines Friedensvorschlags zugestimmt hat, den die Vereinigten Staaten koordinieren. Laut Kommentaren, die von ABC News zitiert wurden, bestätigte ein US-Beamter, dass eine ukrainische Delegation während der Gespräche in Abu Dhabi am Dienstag ein Verständnis mit Washington über die Bedingungen eines möglichen Friedensabkommens erzielt hat.
Obwohl die Vereinbarung nicht endgültig ist und weiterhin politische Unsicherheiten birgt, sehen Händler die Entwicklung als frühes Zeichen dafür, dass die Sanktionen möglicherweise schließlich gelockert werden könnten, was die Möglichkeit höherer russischer Rohölströme im Laufe der Zeit erhöht.
Ein Blick auf die breitere Perspektive zeigt, dass die Sorgen über ein Überangebot weiterhin die Stimmung belasten. Analysten erwarten weiterhin, dass das Produktionswachstum im US-Schiefersektor und bei anderen Nicht-OPEC-Produzenten die globale Nachfrage übersteigen wird.
Gleichzeitig bietet der politische Hintergrund der OPEC+ wenig Unterstützung. Die Gruppe hat die Produktionssteigerungen für das erste Quartal 2026 ausgesetzt, nachdem sie zu Beginn des Jahres eine große Menge an Angebot hinzugefügt hat. Dies hat die Erwartungen gestärkt, dass die Lagerbestände weiter steigen könnten, während das neue Jahr näher rückt.
Unterdessen sind die Erwartungen an Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten nach dovishen Kommentaren von Vertretern der Federal Reserve (Fed) wieder aufgekommen. Theoretisch könnte dies die Kraftstoffnachfrage unterstützen, aber die Händler scheinen sich vorerst mehr auf Entwicklungen im Angebot und Schlagzeilen zum Friedensprozess zu konzentrieren.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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