- Der Ölpreis steigt um 1 % auf knapp 69,40 USD, nachdem Iran kommerzielle Schiffe im Transit durch die Straße von Hormus angegriffen hat.
- Die Ölpreise dürften gedämpft bleiben, solange der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran intakt ist.
- Die OPEC+ hat sich darauf geeinigt, die weltweite Ölversorgung um 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen.
West Texas Intermediate (WTI), Futures an der NYMEX, steigen im europäischen Handel am Dienstag um 1 % auf knapp 69,40 USD. Der Ölpreis gewinnt nach Berichten, dass Iran mindestens zwei kommerzielle Schiffe im Transit durch die Straße von Hormus, einen wichtigen Durchgang für fast ein Fünftel der weltweiten Energieversorgung, angegriffen hat, was die Befürchtungen von Versorgungsunterbrechungen erneuert.
Laut einem Bericht von Axios hat Iran mindestens zwei Raketen auf kommerzielle Schiffe im Transit durch die Straße von Hormus abgefeuert. Zwei Handelsschiffe wurden getroffen und erlitten erhebliche Schäden, aber es wurden keine Opfer gemeldet, berichtete Bloomberg.
Während die Auswirkungen des Ereignisses voraussichtlich begrenzt sind, da die Vereinigten Staaten (USA) keine Stellungnahme zu der Angelegenheit abgegeben haben, was darauf hindeutet, dass der Waffenstillstand mit Iran intakt bleibt.
US-Präsident Donald Trump drohte jedoch am Montag, iranische Infrastruktur anzugreifen, falls kein baldiger Abschluss eines Abkommens erfolgt.
Als Reaktion darauf warnte Irans Außenminister Abbas Araghchi: „Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen werden nicht beginnen, wenn die Drohungen anhalten. Ehrt eure Unterschrift.“
Unterdessen hat die Ankündigung einer Erhöhung der gesamten Ölförderung durch die OPEC+ die globale Versorgung erhöht, ein Szenario, das die Ölpreise belastet.
WTI technische Analyse

Bias: WTI US-Öl notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung höher bei rund 69,29 USD. Der Index behält jedoch eine kurzfristig bärische Tendenz bei, da die Spotpreise deutlich unter dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 74,27 USD liegen.
Momentum: Die Divergenz zwischen Preis und EMA deutet darauf hin, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle haben, während der Relative-Stärke-Index (RSI) bei 31,79 knapp über dem überverkauften Bereich liegt, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum noch vorherrscht, sich aber den Niveaus nähert, bei denen der Verkaufsdruck nachlassen könnte.
Widerstand: Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei 70,00 USD, gefolgt vom 20-Tage-EMA nahe 74,27 USD.
Unterstützung: Der Ölpreis könnte eine neue Abwärtsbewegung beginnen, wenn er unter das Tief vom 2. Juli bei 67,09 USD fällt. Ein Rückgang unter 67,09 USD würde den Ölpreis dem Tief vom 26. Februar bei 63,58 USD aussetzen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 7. Juli, im Blick behalten:
Die Märkte schlagen am Dienstag eine vorsichtige Stimmung an, da die Anleger den Schlagzeilen aus dem Nahen Osten angesichts eines Mangels an wichtigen Datenveröffentlichungen besondere Aufmerksamkeit schenken. In der zweiten Tageshälfte stehen die US-Warenhandelsbilanzdaten für Mai im Wirtschaftskalender, zusammen mit dem 4-Wochen-Durchschnitt der Beschäftigungsänderung von Automatic Data Processing.