• WTI versucht eine bescheidene Erholung und beendet eine dreitägige Verlustserie, nachdem es nahe einem Monatstief von etwa 57,33 USD gehandelt wurde.
  • Die wiederbelebten Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) im Dezember helfen, die Preise zu stabilisieren, während die Entwicklungen in den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine die Stimmung vorsichtig halten.
  • Technisch bleibt WTI in einem abwärts gerichteten Kanal gefangen, während der RSI unter 50 bleibt, was die Tendenz nach unten verstärkt.

Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) versucht am Montag eine bescheidene Erholung und beendet eine dreitägige Verlustserie, während die Händler die wiederbelebten Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) im Dezember mit den laufenden Entwicklungen in den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine abwägen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird WTI bei etwa 58,40 USD gehandelt und erholt sich von einem Monatstief von etwa 57,33 USD.

Aus technischer Sicht bleibt WTI in einem gut definierten abwärts gerichteten parallelen Kanal auf dem Tages-Chart gefangen, der durch eine Abfolge von niedrigeren Hochs und niedrigeren Tiefs gekennzeichnet ist, was die breitere Perspektive nach unten neigt. Die Preise handeln weiterhin unter den 50-Tage und 100-Tage einfachen gleitenden Durchschnitten (SMA), was eine bärische strukturelle Tendenz verstärkt.

Auf der Oberseite könnte 59,00 USD als anfänglicher Widerstand fungieren, bevor WTI die obere Grenze des Kanals nahe 60,50 USD erneut testet. Der Bereich von 60,50 bis 61,50 USD markiert eine starke Konfluenzbarriere, bei der wiederholte Versuche, höher auszubrechen, seit Ende Oktober gescheitert sind.

Diese Zone stimmt auch mit dem 50-Tage-SMA bei etwa 60,54 USD und vorheriger Unterstützung, die zu Widerstand wurde, überein, was die Gegenwinde verstärkt. Es sei denn, dieser Bereich wird entscheidend überwunden, wird das Momentum wahrscheinlich zugunsten der Verkäufer bleiben. Ein fester Ausbruch würde als nächstes den 100-Tage-SMA freilegen, gefolgt vom September-Hoch bei etwa 66,19 USD.

Auf der Abwärtsseite bietet das frische Monatstief bei 57,33 USD unmittelbare Unterstützung, wobei das Oktober-Tief bei etwa 56,00 USD die nächste zu beobachtende Ebene im Falle weiterer Schwäche darstellt.

Der Relative Strength Index (RSI 14) hält sich unter der 50er-Mittellinie, derzeit bei etwa 43, was auf ein gedämpftes Momentum und einen Mangel an fester bullischer Überzeugung in dieser Phase hinweist.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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