- WTI eröffnet mit einer bullischen Kurslücke inmitten einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran.
- Der jüngste Ausbruch über den 100-Tage-SMA und das 61,8%-Fibo.-Level begünstigt bullishe Trader.
- Jeder korrigierende Pullback dürfte bei etwa der -95,50-USD-Zone auf solide Unterstützung stoßen und dort gekauft werden.
West Texas Intermediate (WTI) – der US-Benchmarkpreis für Rohöl – startet positiv in die neue Woche und macht einen Teil des Rückgangs vom Freitag wett, als es von seinem höchsten Stand seit dem 21. Mai zurücksetzte. Das schwarze Gold notiert derzeit knapp über der Mitte der 98,00 USD, mehr als 2 % im Plus für den Tag, und scheint angesichts anhaltender geopolitischer Unsicherheiten infolge der Krise im Nahen Osten weiter steigen zu können.
In den jüngsten Entwicklungen erklärten von Iran unterstützte Huthi-Kämpfer im Jemen, dass sie mit Drohnen und Raketen einen Militärstützpunkt im Süden Saudi-Arabiens angegriffen hätten. Hinzu kommt, dass ein geplantes regionales Treffen zwischen den Golfstaaten und dem Iran bezüglich der Straße von Hormus verschoben wurde, was die Sorgen über Lieferunterbrechungen in der Region verstärkt und den kurzfristig positiven Ausblick für die Rohölpreise bestätigt.
Der kurzfristige Bias ist bullisch, da sich WTI deutlich über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 85,38 USD hält und die 61,8%-Fibonacci-Retracement-Marke bei 95,48 USD durchbrochen hat. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) liegt im positiven Bereich, wobei die Linie weiterhin erhöht ist, während der Relative Strength Index (RSI) bei rund 69 verharrt und damit auf ein starkes, aber zunehmend überdehntes Aufwärtsmomentum hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 78,6%-Fibo.-Retracement bei 103,23 USD, gefolgt vom Zyklushoch nahe 113,11 USD. Unterdessen bildet das zurückeroberte 61,8%-Retracement bei 95,48 USD die erste wichtige Unterstützung, vor einer breiteren Nachfrageregion um das 50%-Retracement bei 90,04 USD und dem 100-Tage-SMA nahe 85,38 USD, wobei tiefere Unterstützungsniveaus bei 84,59 USD, 77,86 USD und dem strukturellen Tief bei 66,97 USD liegen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
WTI-Tages-Chart
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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Das sollten Sie am Freitag, den 11. September, im Blick behalten:
Der US-Dollar stabilisiert sich in der frühen europäischen Sitzung am Freitag, nachdem er am Donnerstag gegenüber seinen Rivalen an Stärke gewonnen hatte. Die Daten zum Verbraucherpreisindex für August aus den Vereinigten Staaten, die die Markterwartungen hinsichtlich des nächsten geldpolitischen Schritts der Federal Reserve beeinflussen könnten, werden von den Marktteilnehmern in der zweiten Tageshälfte genau beobachtet werden. Auf dem US-Wirtschaftskalender steht außerdem der vorläufige Consumer Sentiment Index der University of Michigan für September.