• WTI-Öl fällt am Freitag stark, da Händler nach einer Rally auf den höchsten Stand seit dem 21. Mai Gewinne mitnehmen.
  • Der Preis hält sich deutlich über allen wichtigen SMAs, während der RSI leicht aus dem überkauften Bereich nachgibt.
  • Die Marke von 100 USD begrenzt das unmittelbare Aufwärtspotenzial, während die Zone von 90-92 USD erste Unterstützung bietet.

West Texas Intermediate (WTI) Öl gerät am Freitag unter starken Verkaufsdruck, da Händler nach einer kräftigen Rally Gewinne mitnehmen, die den US-Benchmark auf den höchsten Stand seit dem 21. Mai getrieben hat. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert WTI bei rund 96,50 USD und damit etwa 4% im Minus an diesem Tag.

Trotz des intraday Rückgangs ist WTI auf Kurs für den zweiten Wochengewinn in Folge, da der Krieg im Nahen Osten die Sorgen um das Angebot hoch hält und ein beträchtlicher geopolitischer Risikoaufschlag in den Energiemärkten eingepreist ist.

Der Verkehr durch die Straße von Hormus bleibt stark eingeschränkt. Laut von Reuters zitierten Schifffahrtsdaten überquerten am Donnerstag nur sieben Schiffe die Wasserstraße, nach 11 am Mittwoch und deutlich unter dem jüngsten 10-Tage-Durchschnitt von 15.

Dennoch berichtete die Financial Times am Freitag zuvor, dass sich die Außenminister aus dem Iran und den Golfstaaten darauf vorbereiten, sich im Oman zu treffen, um über eine vorübergehende Regelung für die Abwicklung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu sprechen.

Technische Analyse

Auf der Tages-Chart behält WTI eine klare bullische Tendenz bei, da sich der Preis deutlich über den 50-Tage-, 100-Tage- und 200-Tage-Simple Moving Averages (SMAs) hält, die sich unterhalb des Marktes auffächern und einen zugrunde liegenden Aufwärtstrend untermauern.

Das Momentum spricht weiterhin für die Käufer. Der Relative Strength Index (RSI) hat leicht aus dem überkauften Bereich nachgegeben, liegt mit rund 66 aber weiterhin auf erhöhtem Niveau, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) positiv bleibt, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsdruck intakt ist. Unterdessen deutet der Average Directional Index (ADX) bei rund 25 auf einen moderat starken Trend hin.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der psychologischen Marke von 100,00 USD, gefolgt von 105,00 USD. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marken würde den Blick auf das Märzhoch bei rund 113,28 USD freigeben, das kurz nach Beginn des US-Iran-Kriegs erreicht wurde.

Auf der Unterseite bietet der Bereich von 90,00-92,00 USD unmittelbare Unterstützung, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 85 USD. Darunter könnten der 50-Tage-SMA bei 82 USD und der 200-Tage-SMA bei 78 USD zusätzliche Unterstützung bieten.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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