- WTI zieht am Dienstag einige Dip-Käufer an, obwohl es an starkem Anschluss fehlt.
- Nachlassende Sorgen über Lieferunterbrechungen und Handelskrieg begrenzen die Kursgewinne des Rohstoffs.
- Geopolitischer Risikoaufschlag und ein bärischer USD wirken als Rückenwind für die schwarze Flüssigkeit.
Die Preise für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigen während der asiatischen Sitzung am Dienstag, obwohl der intraday Anstieg an bullischer Überzeugung mangelt. Der Rohstoff bleibt unter dem zweiwöchigen Hoch, das am vergangenen Freitag erreicht wurde, und handelt derzeit im Bereich von $62,80-$62,85, was einem Tagesgewinn von etwas mehr als 0,30% entspricht.
Fortschritte in den Gesprächen über ein Nuklearabkommen zwischen den USA und dem Iran halfen, die Versorgungsängste zu lindern, was wiederum als ein wichtiger Faktor hinter dem nächtlichen Rückgang der Rohölpreise angesehen wurde. Tatsächlich haben die USA und der Iran am Samstag vereinbart, Expertenebene Gespräche zu beginnen, um einen Rahmen für ein potenzielles Nuklearabkommen zu entwerfen. Die Expertenbesprechungen sind für Mittwoch angesetzt, mit einer Folgesitzung am Samstag, um den Fortschritt zu bewerten.
Zusätzlich zu diesen Sorgen, dass ein umfassender Handelskrieg eine globale Rezession auslösen und die Kraftstoffnachfrage dämpfen würde, trägt zur Begrenzung des Aufwärtspotenzials der schwarzen Flüssigkeit bei. Dennoch bleibt der geopolitische Risikoaufschlag aufgrund des langwierigen Russland-Ukraine-Kriegs bestehen. Dies, zusammen mit der zugrunde liegenden bärischen Stimmung gegenüber dem US-Dollar (USD), wirkt als Rückenwind für die auf USD lautenden Rohstoffe, einschließlich der Rohölpreise.
In der Zwischenzeit beschuldigte Trump den Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, nicht schnell genug zu handeln, um die Zinssätze zu senken. Darüber hinaus deutete das Weiße Haus an, dass Trump und sein Team prüfen, ob sie Powell entlassen könnten, was Zweifel an der Unabhängigkeit der Fed aufwirft. Dies kommt zusätzlich zu dem schwächenden Vertrauen der Investoren in die US-Wirtschaft und hilft dem USD nicht, sich von dem am Montag erreichten Drei-Jahres-Tief signifikant zu erholen.
Der oben genannte gemischte fundamentale Hintergrund erfordert Vorsicht, bevor aggressive Richtungswetten auf die Rohölpreise platziert werden. Händler könnten auch abwarten, bis die vorläufigen PMI-Daten am Mittwoch veröffentlicht werden, um Hinweise auf die globale wirtschaftliche Gesundheit zu erhalten, die wiederum dem Rohstoff einen bedeutenden Impuls geben sollten.
WTI Öl FAQs
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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