• WTI zieht zu Beginn einer neuen Woche frische Verkäufer an, da die Sorgen über Lieferunterbrechungen nachlassen.
  • Ein rückläufiger USD könnte helfen, weitere Verluste für den in USD denominierten Rohstoff zu begrenzen.
  • Händler werden diese Woche die globalen Flash-PMIs genau im Auge behalten, um einen bedeutenden Impuls zu erhalten.

Die Preise für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) starten schwächer in die neue Woche und scheinen vorerst eine zweitägige Aufwärtsbewegung zu unterbrechen, die sich einem fast zweiwöchigen Hoch von etwas über der 64,00 $-Marke, die am Freitag erreicht wurde, näherte. Der Rohstoff wird derzeit um die 62,80 $-Region gehandelt, was einem Rückgang von fast 1,5 % für den Tag entspricht, und steht unter Druck durch nachlassende Sorgen über Lieferunterbrechungen.

Der Fortschritt in Richtung eines US-Iran-Atomdeals hat die Erwartungen geweckt, dass die Rückkehr des iranischen Öls auf die globalen Märkte das Angebot erhöhen würde, was wiederum als belastend für das schwarze Gold angesehen wird. Tatsächlich haben die USA und der Iran am Samstag vereinbart, Expertenebene-Gespräche zu beginnen, um einen Rahmen für einen potenziellen Atomdeal zu entwerfen. Die Expertenbesprechungen sollen am Mittwoch in Oman beginnen, gefolgt von einer Sitzung am Samstag zur Bewertung des Fortschritts.

Zusätzlich dazu weckte der eintägige Waffenstillstand von Präsident Wladimir Putin in der Ukraine am Samstag Hoffnungen, dass sich die Spannungen deeskalieren könnten. Dies würde wiederum den Weg für weitere Dialoge ebnen und das Risiko für die Rohölpreise verringern. Allerdings hält die vorherrschende Verkaufsneigung des US-Dollars (USD), die tendenziell den in USD denominierten Rohstoffen zugutekommt, die Händler davon ab, aggressive bärische Wetten auf den Rohstoff abzuschließen und hilft, tiefere Verluste zu begrenzen.

Daher wäre es klug, auf starke Anschlussverkäufe zu warten, bevor bestätigt wird, dass die jüngste moderate Erholung von einem über vierjährigen Tief, das Anfang dieses Monats erreicht wurde, an Schwung verloren hat. Händler könnten auch entscheiden, auf die Veröffentlichung der Flash-PMIs in dieser Woche zu warten, die frische Einblicke in die globale wirtschaftliche Gesundheit bieten und einen bedeutenden Impuls für die Rohölpreise liefern sollten.

WTI Öl FAQs

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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