- WTI hält sich nahe einmonatigen Tiefstständen, während Händler den EIA-Lageraufbau verarbeiten.
- US-Rohöllagerbestände steigen um 2,774 Millionen Barrel und kehren den Rückgang der Vorwoche um 3,426 Millionen Barrel um.
- Ein schwächerer US-Dollar und wiederbelebte Wetten auf Zinssenkungen der Fed bieten begrenzte Unterstützung für die Preise.
West Texas Intermediate (WTI) Rohöl handelt am Mittwoch kaum verändert und schwebt nahe einmonatigen Tiefstständen, während Händler auf die jüngsten Daten der US-Energieinformationsbehörde (EIA) nur verhalten reagieren. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird WTI bei etwa 58,00 USD pro Barrel gehandelt, wobei anhaltende Überangebotsbedenken die Stimmung dämpfen.
Die EIA-Daten hoben einen schwächeren Nachfragerahmen hervor, nachdem die US-Rohöllagerbestände um 2,774 Millionen Barrel gestiegen sind, was den Rückgang der Vorwoche von 3,426 Millionen Barrel umkehrt und auf einen erneuten Aufbau der kommerziellen Bestände hinweist. Der Anstieg erfolgte trotz eines Anstiegs der Raffinerieläufe und höherer Auslastungsraten, wobei der Bericht zeigte, dass der Anstieg hauptsächlich durch einen starken Anstieg der Rohölimporte und einen bemerkenswerten Rückgang der Exporte getrieben wurde.
Auch die Benzin- und Destillatbestände nahmen im Laufe der Woche zu, was auf einen schwächeren Kraftstoffverbrauch hinweist und die Bedenken verstärkt, dass der Markt weiterhin ausreichend versorgt ist.
Andernorts beobachten die Märkte auch genau die Entwicklungen rund um die laufenden Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland, während Händler bewerten, ob Fortschritte in Richtung eines verhandelten Rahmens letztendlich die Beschränkungen für russische Rohölströme lockern könnten. Jede Lösung, die das Angebot auf den globalen Märkten erhöht, würde das Risiko erhöhen, zusätzlichen Druck auf ein bereits überversorgtes Umfeld auszuüben.
Unterdessen hilft die allgemeine Schwäche des US-Dollars im Zuge wiederbelebter Erwartungen an Zinssenkungen, den Rückgang bei WTI abzufedern, da die Märkte zunehmend die Möglichkeit einpreisen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen im Dezember senken könnte. Ein schwächerer Greenback macht Rohöl für ausländische Käufer günstiger und bietet kurzfristige Unterstützung für die Preise.
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