• WTI hält an seinem bullischen Unterton fest, da sich die Spannungen im Nahen Osten verschärfen und die Sorgen über das Angebot schüren.
  • Saudi-Arabien legt die Ost-West-Ölpipeline nach Drohnenangriffen am vergangenen Donnerstag still.
  • Der Iran lehnt Friedensgespräche ab und sagt, dass es keine Verhandlungen geben werde, bis seine Bedingungen erfüllt sind.

West Texas Intermediate (WTI) – der US-Benchmarkpreis für Rohöl – erhält nach den Kursausschlägen des Vortages neue Gebote und hält seine kräftigen intraday-Gewinne bis zur ersten Hälfte der europäischen Sitzung am Dienstag. Das schwarze Gold handelt derzeit nahe der Region von 99,30-99,35 USD, rund 1,30% höher am Tag, und bleibt in Schlagdistanz zum höchsten Stand seit dem 21. Mai, der am vergangenen Freitag erreicht wurde.

Ein sich ausweitender Konflikt zwischen den Huthi und Saudi-Arabien schürt Sorgen über Lieferunterbrechungen im Nahen Osten, was wiederum die Rohölpreise weiterhin stützt. Tatsächlich war Saudi-Arabien gezwungen, die Ost-West-Ölpipeline nach Drohnenangriffen, die am vergangenen Donnerstag vom irakischen Gebiet nahe der iranischen Grenze aus gestartet wurden, vorübergehend stillzulegen. Darüber hinaus führten die vom Iran unterstützten Huthi-Kräfte am Montag einen groß angelegten Angriff auf einen saudischen Luftwaffenstützpunkt in Khamis Mushait durch.

Dies folgt darauf, dass die Huthi im Jemen vergangene Woche die Kontrolle über die jemenitische Küste am Roten Meer und die Straße von Bab al-Mandab übernommen haben. Hinzu kommt, dass die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran über die Straße von Hormus die Argumente für eine weitere kurzfristige Aufwärtsbewegung der Rohölpreise untermauert. Unterdessen wies der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Mohsen Rezaei, die Aussicht auf sofortige Verhandlungen mit den USA zurück und sagte, Teheran werde nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren, bis seine Bedingungen erfüllt seien.

Dies dämpft die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung zur Beendigung des Krieges und hält die geopolitische Risikoprämie im Spiel, was den kurzfristig positiven Ausblick für die Rohölpreise bestätigt. Händler warten jedoch auf die wichtige FOMC-Entscheidung am Mittwoch, die den Greenback und auf US-Dollar lautende Rohstoffe, einschließlich der Rohölpreise, beeinflussen wird. Nichtsdestotrotz deutet der fundamentale Hintergrund darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für den Rohstoff nach oben führt.

WTI-Tageschart


Chart Analysis WTI US OIL

Technische Analyse

Der kurzfristige Bias bleibt bullisch, da sich WTI deutlich über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 85,39 USD hält und das 78,6%-Fibonacci-Retracement bei 98,57 USD zurückerobert hat. Der Relative Strength Index (14) verharrt im positiven Bereich nahe 70 und signalisiert ein starkes, aber überdehntes Aufwärtsmomentum, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) mit einem festen Histogramm ebenfalls im positiven Bereich bleibt und den anhaltenden Kaufdruck bestätigt.

Auf der Unterseite ergibt sich die erste Unterstützung beim 78,6%-Fibo.-Retracement bei 98,57 USD, wobei weitere Nachfrage um das 61,8%-Retracement bei 91,78 USD erwartet wird. Darunter bildet das 50,0%-Retracement bei 87,01 USD zusammen mit dem 100-Tage-SMA bei 85,39 USD eine breitere Unterstützungszone vor tieferen Fibonacci-Niveaus bei 82,24 USD und 76,33 USD, wo Käufer versuchen könnten, einen möglichen Korrekturrückgang zu stoppen.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.

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