- WTI rutscht am Mittwoch auf 59,00 USD und fällt um 2,80 % an diesem Tag.
- Die API-Daten zeigten einen Anstieg der US-Rohöllagerbestände, während die Energy Information Administration einen starken Rückgang berichtete.
- Die bevorstehenden US-Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil könnten helfen, den Rückgang der Ölpreise zu begrenzen.
West Texas Intermediate (WTI) US-Öl wird am Mittwoch zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 59,00 USD gehandelt, was einem Rückgang von 2,80 % an diesem Tag entspricht. Der Preis steht unter Druck, da die Händler gemischte US-Lagerbestandsdaten abwägen und die eskalierenden geopolitischen Risiken im Zusammenhang mit den bevorstehenden Sanktionen gegen große russische Produzenten beobachten.
Nach Angaben des American Petroleum Institute (API) stiegen die US-Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 14. November um 4,4 Millionen Barrel, nach einem Anstieg um 1,3 Millionen Barrel in der Vorwoche. Diese Zahlen übten zunächst bärischen Druck aus und verstärkten die Wahrnehmung, dass das US-Angebot in diesem Jahr über den saisonalen Durchschnittswerten liegt.
Allerdings zeigte der genauer beobachtete Bericht der Energy Information Administration (EIA) am frühen Tag ein ganz anderes Bild. Offizielle Daten zeigten einen Rückgang um 3,426 Millionen Barrel, verglichen mit den Erwartungen eines Rückgangs um 1,9 Millionen Barrel und nach einem erheblichen Anstieg um 6,413 Millionen Barrel in der Vorwoche. Diese Divergenz half, tiefere Verluste bei WTI zu begrenzen, da Händler die EIA-Daten typischerweise als zuverlässigeres Maß für das zugrunde liegende Marktgleichgewicht betrachten.
Über die Bestände hinaus beeinflussen geopolitische Entwicklungen weiterhin die Stimmung. Die Vereinigten Staaten (US) bereiten sich darauf vor, ab Freitag Sanktionen gegen die russischen Ölunternehmen Rosneft und Lukoil durchzusetzen. Das US-Finanzministerium hat erklärt, dass die im Oktober eingeführten Maßnahmen bereits Druck auf die Öl-Einnahmen Russlands ausüben und voraussichtlich die Exportmengen im Laufe der Zeit reduzieren werden. Jegliche Anzeichen anhaltender geopolitischer Spannungen könnten die Ölpreise unterstützen, indem sie das globale Angebot verknappen.
Insgesamt bleibt WTI zwischen widersprüchlichen Kräften gefangen. Der Anstieg der API-Lagerbestände und die allgemeine Risikoaversion belasten die Preise, während der scharfe Rückgang der EIA und die drohenden russischen Sanktionen helfen, den Rückgang abzufedern und den Benchmark nahe 59,00 USD zu halten.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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