- Der Ölpreis fällt auf fast 57,00 USD, da die USA versprechen, die Ölindustrie Venezuelas umzustrukturieren.
- Die von den USA geführte Übernahme Venezuelas wird voraussichtlich keine sofortige Reaktion auf den Ölpreis hervorrufen.
- OPEC beschloss, die Ölproduktionsziele in der Sitzung im Januar am Sonntag unverändert zu lassen.
Die Futures für West Texas Intermediate (WTI) an der NYMEX notieren am Montag im späten asiatischen Handel 0,4 % niedriger bei fast 57,00 USD. Der Ölpreis steht unter Druck, nachdem die Vereinigten Staaten (USA) Venezuela angegriffen haben, um Präsident Nicolas Maduro wegen Drogenhandelsvorwürfen zu fangen, und versprochen haben, die Ölindustrie des Landes umzustrukturieren, ein Schritt, der das globale Rohölangebot erhöhen könnte.
Bei einem Gespräch mit Reportern in seinem Mar-a-Lago-Club am Samstag sagte der US-Präsident Donald Trump, dass er große amerikanische Ölunternehmen nach Venezuela bringen werde, um deren Infrastruktur aufzubauen, und Öl an andere Länder verkaufen werde.
Laut dem in London ansässigen Energy Institute macht die Ölindustrie Venezuelas 7 % der globalen Reserven oder 303 Milliarden Barrel aus.
Derzeit produziert Venezuela weniger als eine Million Barrel Rohöl pro Tag und exportiert etwa 0,5 Millionen Barrel pro Tag (bpd), so Dow Jones Newswires.
Marktexperten glauben, dass die Auswirkungen der von den USA geführten Übernahme Venezuelas keine sofortige Reaktion auf den Ölpreis hervorrufen werden, da die Umstrukturierung der Ölindustrie Venezuelas nicht über Nacht erfolgen wird.
In der Zwischenzeit beschloss die OPEC am Sonntag, die Ölproduktion erneut unverändert zu lassen, und diskutierte keinen Einfluss des US-Versprechens, die Öl-Infrastruktur Venezuelas aufzubauen, berichtete CNBC. Im Jahr 2025 erhöhten die OPEC+-Mitglieder die Ölproduktionsziele in den ersten zehn Monaten um etwa 2,9 Millionen bpd und hielten die Produktionsziele in den Sitzungen im November und Dezember stabil.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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