• Der WTI-Preis driftet am Donnerstag in der frühen europäischen Sitzung auf etwa 56,05 USD ab.
  • Trumps Deal zum Import von bis zu 2 Milliarden Dollar venezolanischem Rohöl belastet den WTI-Preis.
  • Die US-Rohöllagerbestände sind laut EIA in der vergangenen Woche um 3,831 Millionen Barrel gesunken.

West Texas Intermediate (WTI), die US-Rohöl-Benchmark, wird am Donnerstag während der frühen Handelsstunden in Europa bei rund 56,05 USD gehandelt. Der WTI-Preis sinkt aufgrund von US-Präsident Donald Trumps Aussagen zum venezolanischen Öl. Händler werden die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für Dezember im Laufe des Freitags im Auge behalten.

Trump sagte am späten Dienstag, dass die interimistische Regierung Venezuelas zugestimmt habe, bis zu 50 Millionen Barrel "hochwertiges, sanktioniertes Öl" an die USA zu liefern. Trump fügte hinzu, dass die USA vollen Zugang zu Venezuelas Öl wollen, nachdem die US-Truppen am Wochenende den ehemaligen Präsidenten Nicolas Maduro festgenommen hatten. Analysten glauben, dass erhebliche Mengen venezolanischen Öls, die potenziell auf den Markt kommen, langfristig ein rückläufiges Momentum bieten.

Nichtsdestotrotz zeigte der Bericht über die Rohölbestände einen stärkeren Rückgang als erwartet, was helfen könnte, die Verluste des WTI zu begrenzen. Laut dem wöchentlichen Bericht der US-Energieinformationsbehörde (EIA) fielen die Rohölvorräte in den USA in der Woche bis zum 2. Januar um 3,831 Millionen Barrel, verglichen mit einem Rückgang von 1,934 Millionen Barrel in der Vorwoche. Der Marktkonsens hatte geschätzt, dass die Bestände um 1,1 Millionen Barrel steigen würden.

Der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember wird am Freitag im Mittelpunkt stehen. Im Falle eines schwächeren als geschätzten Ergebnisses könnte dies den US-Dollar (USD) untergraben und den Preis für in USD notierte Rohstoffe anheben.

WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.


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