• Der WTI-Preis steigt am Mittwoch im frühen asiatischen Handel auf fast $70,95. 
  • Trump drohte Russland mit Ölzöllen, falls Moskau versuchen sollte, die Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine zu blockieren.
  • Die Rohölvorräte in den USA stiegen laut API in der vergangenen Woche um 6,037 Millionen Barrel. 

West Texas Intermediate (WTI), die US-Rohöl-Benchmark, wird am Dienstag im frühen asiatischen Handel um die $70,95 gehandelt. Der WTI-Preis steigt aufgrund von Versorgungsängsten, nachdem US-Präsident Donald Trump Russland mit Ölzöllen gedroht hat. Allerdings könnte das Aufwärtspotenzial für das schwarze Gold begrenzt sein, da die Händler sich auf reziproke Zölle vorbereiten, die Trump am Mittwoch ankündigen will.

Trump sagte am Sonntag, dass er "verärgert" über den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei und sekundäre Zölle von 25% bis 50% auf Käufer von russischem Öl erheben werde, wenn er das Gefühl habe, dass Moskau seine Bemühungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine blockiert. Trump drohte auch am Wochenende dem Iran mit Bombardierungen und sekundären Zöllen, falls Teheran keine Einigung mit Washington über sein Atomprogramm erzielt. Die steigenden geopolitischen Risiken könnten die globale Versorgung stören, was den WTI-Preis anheben könnte. 

Andererseits würde der WTI-Preis aufgrund von Trumps Auto- und reziproken Zöllen unter Druck bleiben. Trump erklärte, dass er am Mittwoch "reziproke Zölle" erheben werde, was darauf hindeutet, dass viele Länder mit eigenen Abgaben auf US-Waren plötzlich neuen Handelsbarrieren gegenüberstehen könnten. Das Weiße Haus gab keine Einzelheiten über die Größe und den Umfang der Zölle bekannt, die Trump später am Tag erheben wird. 

Der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute (API) zeigte, dass die Rohölvorräte in den Vereinigten Staaten für die Woche zum 28. März um 6,037 Millionen Barrel gestiegen sind, verglichen mit einem Rückgang von 4,6 Millionen Barrel in der Vorwoche. In diesem Jahr sind die Rohölvorräte bisher um fast 23 Millionen Barrel gestiegen, so die Berechnungen von Oil price auf Basis der API-Daten.

Ölhändler werden das Treffen des OPEC+-Ministerausschusses am Samstag zur Überprüfung der Politik beobachten. Laut Reuters-Quellen plant OPEC+, die Produktion im Mai um 135.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. OPEC+ stimmte einer ähnlichen Produktionssteigerung für April zu.

WTI Öl FAQs

WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.

Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.

Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.

Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.


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