- Der WTI-Preis sinkt leicht, trotz einer verbesserten Nachfrageprognose, unterstützt durch positive Wirtschaftsdaten aus den wichtigsten Verbraucherländern.
- Das neueste Beige Book der Fed zeigt, dass die allgemeine Geschäftstätigkeit von Ende Mai bis Anfang Juni leicht zugenommen hat.
- Chinas Wirtschaft verlangsamte sich im zweiten Quartal, jedoch war die Verlangsamung weniger stark als erwartet.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl setzt seine Verlustserie zum vierten Mal in Folge fort und notiert während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag bei rund 65,30 USD. Dennoch gewannen die Rohölpreise aufgrund positiver Wirtschaftsdaten an Boden.
Das neueste Beige Book der Fed zeigt, dass die allgemeine Geschäftstätigkeit von Ende Mai bis Anfang Juni leicht zugenommen hat. Der Bericht erwähnte, dass die Inflationsdruck relativ gedämpft ist, jedoch die zugrunde liegenden Kostendruck zunimmt und die Geschäftsbetreiber vorsichtig bleiben. Die Aussichten waren jedoch neutral bis leicht pessimistisch, da nur zwei Bezirke mit einer Zunahme der Aktivität rechneten, während andere eine stagnierende oder leicht schwächere Aktivität voraussahen.
Unterdessen zeigten Daten aus China, dass das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal langsamer war, jedoch nicht so stark wie befürchtet, teilweise aufgrund von Vorverlagerungen vor den US-Zöllen. Dies half, die Bedenken über die Gesundheit des größten Rohölimporteurs der Welt zu mildern. Darüber hinaus stieg Chinas Rohölverarbeitung im Juni im Jahresvergleich um 8,5%, was auf eine stärkere Rohölnachfrage hindeutet.
Zusätzlich könnten die Ölpreise an Boden gewinnen, da sich die Handels Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und China nach der Aufhebung des Verkaufsverbots für KI-Chips an China durch US-Präsident Donald Trump sowie der Ankündigung eines Handelsabkommens mit Indonesien entspannen. Trump äußerte auch Optimismus über potenzielle Handelsabkommen mit Indien und Europa, berichtete Reuters unter Berufung auf John Paisie, Präsident von Stratas Advisors.
Die Ölpreise gewannen an Boden, da die US-Energieinformationsbehörde (EIA) berichtete, dass die Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 11. Juli um 3,859 Millionen Barrel gefallen sind, was den erwarteten Rückgang von 1,8 Millionen Barrel übertraf. Dennoch waren die Gewinne durch größere als erwartete Benzin- und Dieselbestände begrenzt.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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