Überblick über den VPI im Vereinigten Königreich
Das Statistische Amt des Vereinigten Königreichs (UK) wird am Mittwoch um 07:00 GMT die hochrelevanten Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) für November veröffentlichen.
Der VPI des Vereinigten Königreichs wird voraussichtlich im November auf 3,5% im Jahresvergleich (YoY) gesenkt, nachdem er im Oktober bei 3,6% lag. Die monatliche Inflation wird voraussichtlich bei 0% stagnieren, nachdem sie im Oktober um 0,4% gestiegen war.
Der Kern-VPI des Vereinigten Königreichs, der für die Zentralbank als relevanter gilt, da er die saisonalen Auswirkungen von Lebensmittel- und Energiepreisen ausschließt, wird voraussichtlich im November bei einem Anstieg von 3,4% im Jahresvergleich konstant bleiben.
Wie könnte der VPI im Vereinigten Königreich den GBP/USD beeinflussen?
GBP/USD wird voraussichtlich gedämpft bleiben, wenn der VPI im Vereinigten Königreich die Erwartungen erfüllt. Ein positiver Überraschungswert könnte jedoch die Verluste begrenzen, indem er die dovishe Stimmung vor der geldpolitischen Entscheidung der Bank von England (BoE) am Donnerstag dämpft. Es wird allgemein erwartet, dass die BoE die Zinsen um 25 Basispunkte auf 3,75% senken wird, den niedrigsten Stand seit 2022, da steigende Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Stagnation den Inflationsdruck verringern. Händler werden auch die Einzelhandelsumsätze und die PPI-Kernproduktionsdaten des Vereinigten Königreichs beobachten.
Das GBP/USD-Paar hat Schwierigkeiten, da der US-Dollar (USD) ansteigt, nachdem gemischte US-Arbeitsmarktdaten für November wenig dazu beigetragen haben, die Erwartungen an zusätzliche Zinssenkungen der Federal Reserve zu untermauern. Das CME FedWatch-Tool deutet darauf hin, dass die Futures auf Fed-Fonds eine implizite Wahrscheinlichkeit von 74,4% für eine Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung der US-Notenbank im Januar einpreisen, gegenüber fast 70% vor einer Woche.
Technisch gesehen handelt das GBP/USD-Paar zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei etwa 1,3390. Die Analyse des Tagescharts deutet auf eine anhaltende bullische Tendenz hin, da das Paar innerhalb eines aufsteigenden Kanals bleibt und der 14-Tage-RSI über 50 bleibt. Das Paar könnte die Widerstandsregion um das 13-Wochen-Hoch von 1,3536 erkunden. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim neun-Tage-Exponential Moving Average (EMA) von 1,3662, gefolgt von der psychologischen Marke von 1,3300, die mit dem 50-Tage-EMA bei 1,3295 übereinstimmt.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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