Die Märkte konzentrieren sich auf die US-Makrodaten und die Kommunikation der Federal Reserve (Fed), wobei für November ein schwaches Beschäftigungswachstum und eine höhere Arbeitslosenquote erwartet werden. Schwächere Daten oder dovish Fed Signale könnten die Erwartungen für eine Zinssenkung im März wiederbeleben, während die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag weiterhin das größte externe Risiko für Short-Positionen im US-Dollar (USD) darstellt, wie Chris Turner, Devisenanalyst bei ING, feststellt.
Fed-Sprecher könnten zurückhaltende Haltung bekräftigen
„Was die innenpolitische Lage in den USA in dieser Woche betrifft, so wird der Fokus auf der Veröffentlichung wichtiger Daten und den Reden wichtiger Fed-Vertreter liegen. Der Höhepunkt ist die morgige Veröffentlichung der NFP-Daten für November. Es wird ein schwaches Wachstum von +50.000 erwartet, wobei die Arbeitslosenquote auf 4,5 % steigen dürfte. Alle Daten, die schwächer als erwartet ausfallen, könnten die Preisbildung für die nächste Zinssenkung der Fed vorantreiben. Wir gehen davon aus, dass die Fed im März erneut die Zinsen senken könnte, was derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 33 % eingepreist ist.
Wir sind auch an wichtigen Reden der Fed interessiert, insbesondere daran, ob wichtige Persönlichkeiten Spielraum für weitere Zinssenkungen sehen. Heute um 16:30 Uhr MEZ wird der Präsident der Fed von New York, John Williams, sprechen. Er hatte maßgeblichen Einfluss darauf, dass sich die Markterwartungen vor der Zinssenkung der Fed in der vergangenen Woche in Richtung einer dovishen Geldpolitik verschoben haben. Am Mittwoch wird Chris Waller eine Rede zur wirtschaftlichen Lage halten – er war in den letzten Jahren eine sehr einflussreiche Stimme der Fed.
Die größte Gefahr für Short-Positionen auf den Dollar aus Übersee geht wahrscheinlich von der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag aus, falls die Prognosen zum Wachstum in der Eurozone nicht ausreichend nach oben korrigiert werden oder Präsidentin Christine Lagarde sich gegen Überlegungen zu Zinserhöhungen der EZB im Jahr 2026 ausspricht. Für heute dürfte sich der DXY wahrscheinlich in einer Spanne von 98,00 bis 98,50 konsolidieren.
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