Ulrich Leuchtmann, Leiter des Devisen- und Rohstoff-Research der Commerzbank, analysiert die Aussichten für den TRY nach der politischen Entscheidung der türkischen Zentralbank (CBRT) von letzter Woche.
Die einzige Option, die bleibt, ist eine harte Version von Kapitalverkehrskontrollen, kombiniert mit Währungsrationierung
Was bleibt jetzt noch übrig? Die Kunst der Zinserhöhung um 650 Basispunkte am vergangenen Donnerstag wurde in die Waagschale geworfen und für unzureichend befunden. Es gibt nichts mehr - so könnte man meinen -, was einen vollständigen Zusammenbruch der Lira verhindern könnte.
Wenn meine Befürchtung zutrifft, dass eine glaubwürdige und nachhaltige Wende in der Geldpolitik nicht mehr möglich ist, dann bleibt nur noch eine harte Version von Kapitalverkehrskontrollen in Kombination mit Währungsrationierung. Ich hoffe aufrichtig, dass es an meiner mangelnden Vorstellungskraft liegt, dass ich mir keine harmlosere Entwicklung vorstellen kann.
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