Die Woche in einem Satz: Die Positionierung der Spekulanten wurde in der Woche bis zum 11. August selektiver. Dennoch zog Gold die stärksten Zuflüsse an, während WTI und VIX die größten Rückgänge verzeichneten. Im gesamten FX-Universum setzte sich das Short-Covering beim CAD fort, doch die Positionierung bei EUR und AUD schwächte sich trotz festerer Kassapreise ab.

Gold: Käufe breiten sich mit Preisbestätigung aus
Die Netto-Long-Positionen in Gold stiegen um rund 20,3K Kontrakte, der stärkste wöchentliche Anstieg seit Anfang Juni. Die Brutto-Long-Positionen legten um fast 24K Kontrakte zu, während auch die Brutto-Short-Positionen um etwas mehr als 3,6K Kontrakte leicht stiegen. Die Goldpreise legten im Berichtszeitraum deutlich zu und bestätigten damit das bullishe Signal. Die Netto-Long-Positionen erreichten fast 218K Kontrakte, und das spekulative Exposure stieg auf das 95te Perzentil seiner 5-Jahres-Spanne
WTI: Kursrallye verdeckt weiteren Verkaufsdruck
Die Netto-Long-Positionen der Non-Commercials im West Texas Intermediate (WTI) fielen um rund 13,2K Kontrakte und ließen die Netto-Position nahe dem 8. Perzentil zurück. Der Rückgang wurde durch einen Anstieg der Brutto-Short-Positionen um rund 19,2K Kontrakte verursacht, der den Zuwachs der Brutto-Long-Positionen um etwas mehr als 6K Kontrakte mehr als ausglich. Dies stand in starkem Kontrast zum fast 10%igen Anstieg der WTI-Preise und führte zur deutlichsten Positionierungs-Preis-Divergenz der Woche.
VIX und Kaffee: Gegensätzliche Signale
Die spekulative Positionierung im VIX verschlechterte sich um rund 13,8K Kontrakte, der größte wöchentliche Rückgang seit dem 2. Juni. Der VIX-Index verzeichnete ein starkes Retracement, sodass sich Preis und Positionierung gemeinsam bewegten. Kaffee (KC1) entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung: Die Netto-Long-Positionen stiegen um rund 2,3K Kontrakte, und die Preise legten ordentlich zu, was eine moderate bullishe Bestätigung lieferte.
CAD-Covering sticht hervor
Die Netto-Short-Positionen im Kanadischen Dollar (CAD) verringerten sich um etwas mehr als 5,7K Kontrakte, vor allem durch Short-Covering, da USD/CAD leicht nachgab. Auch die Netto-Short-Positionen im Britischen Pfund (GBP) gingen zurück, wobei jedoch sowohl Long- als auch Short-Positionen zunahmen. Die Positionierung im Euro (EUR) verschlechterte sich um fast 2K Kontrakte, während die Netto-Short-Positionen im Australischen Dollar (AUD) trotz moderater Gewinne beider Währungen gegenüber dem Greenback um mehr als 6K Kontrakte zunahmen.
JPY: Der historische Abbau verlangsamt sich
Spekulanten reduzierten ihre Netto-Short-Positionen im Japanischen Yen (JPY) um rund 3,4K Kontrakte, nachdem sich die Positionierung in der Vorwoche historisch um 117,9K Kontrakte verbessert hatte. Die Bewegung spiegelte erneut einen Rückgang des Brutto-Exposures wider, wobei sowohl Long- als auch Short-Positionen fielen. USD/JPY verzeichnete jedoch ordentliche Gewinne, was bedeutete, dass der Yen schwächer wurde, während spekulative Shorts abgebaut wurden, eine Trendwende gegenüber der Preisbestätigung der Vorwoche.
Positionierungs-Map: Extreme bleiben ausgeprägt
Gold ist mit einem Exposure auf dem 95ten Perzentil der klarste, überfüllte Long. Das AUD-Exposure bleibt trotz der wöchentlichen Verschlechterung erhöht, während die USD-Positionierung weiterhin relativ fest ist. Am anderen Ende liegt die Netto-Positionierung im EUR nahe dem 4ten Perzentil und bei WTI nahe dem 8ten, wodurch beide anfällig für starkes Covering bleiben, falls die Preise weiter steigen.
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