- USD/JPY handelt mit leichten Gewinnen um 158,45 in der frühen asiatischen Sitzung am Freitag.
- Der nationale VPI Japans stieg im Dezember um 2,1% YoY, der Kern-VPI kletterte wie erwartet.
- Die Zinsentscheidung der BoJ wird am Freitag im Mittelpunkt stehen, ohne dass eine Änderung des Zinssatzes erwartet wird.
Das Paar USD/JPY verzeichnet moderate Gewinne nahe 158,45 während der frühen asiatischen Sitzung am Freitag. Der japanische Yen (JPY) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) nach der Veröffentlichung der japanischen Inflationsdaten. Alle Augen sind auf die Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ) und die Pressekonferenz später am Freitag gerichtet.
Die vom Statistischen Amt Japans veröffentlichten Daten zeigten am Freitag, dass der nationale Verbraucherpreisindex (VPI) Japans im Dezember um 2,1% YoY stieg, verglichen mit dem vorherigen Wert von 2,9%. Dieser Wert registrierte das schwächste Niveau seit März 2022.
In der Zwischenzeit lag der nationale VPI ohne frische Lebensmittel im Dezember bei 2,4% YoY gegenüber 3,0% zuvor. Der Wert entsprach den Markterwartungen und war ebenfalls auf dem schwächsten Niveau seit Oktober 2024. Der VPI ohne frische Lebensmittel und Energie stieg im Dezember um 2,9% YoY, verglichen mit dem vorherigen Wert von 3,0%.
Der japanische Yen gibt in einer unmittelbaren Reaktion auf den schwächeren Inflationsbericht leicht nach gegenüber dem Greenback. Anzeichen für eine kühlere Inflation könnten die Dringlichkeit für die BoJ verringern, die Zinssätze weiter anzuheben.
Die BoJ wird jedoch allgemein erwartet, dass sie ihren Leitzins bei etwa 0,75% stabil hält, am Ende ihrer zweitägigen Sitzung am Freitag. Die japanische Zentralbank hat ihren Zinssatz zuletzt im Dezember 2025 auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten angehoben. Händler warten auf weitere Hinweise aus der Pressekonferenz von Gouverneur Kazuo Ueda bezüglich des erwarteten Zeitpunkts der nächsten Zinserhöhung der BoJ.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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Bank of Japan wird erwartet, die Zinssätze beizubehalten, Märkte suchen Hinweise auf weitere Straffungen
Die Bank of Japan wird voraussichtlich ihren Leitzins bei 0,75% unverändert lassen, nachdem sie am nächsten Freitag ihre zweitägige Geldpolitiksitzung abgeschlossen hat. Die japanische Zentralbank hatte die Zinsen im Dezember auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten angehoben und wird am Freitag wahrscheinlich abwarten, um die wirtschaftlichen Folgen der vorherigen Zinserhöhungen besser einschätzen zu können.
Das sollten Sie am Freitag, den 23. Januar, im Blick behalten:
Die Risikoaversion ließ nach, nachdem US-Präsident Donald Trump bekräftigte, dass er mit der NATO über "den Rahmen eines zukünftigen Deals in Bezug auf Grönland" einig gewesen sei. Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprachen in der Schweiz.