- Die USD/JPY-Paarung setzt ihren Aufwärtstrend trotz verbaler Interventionen des Finanzministers fort.
- Die große Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan wird als wichtiger Faktor für den Anstieg angesehen.
- Der Gedanke, dass bereits viel in den US-Dollar eingepreist ist, könnte den Aufwärtstrend des USD/JPY begrenzen.
Die USD/JPY-Paarung wird am Donnerstag höher gehandelt und klettert in den mittleren Bereich der 155,00-Marke, nachdem die Renditen von US-Staatsanleihen in letzter Zeit sprunghaft angestiegen sind und die Paarung einer weiteren verbalen Intervention des japanischen Finanzministers (MOF) Sunichi Suzuki widersteht.
Die USD/JPY-Paarung wird durch die große Differenz zwischen den Zinssätzen in den USA und in Japan unter Druck gesetzt, wobei die US-Notenbank (Fed) die Fed Funds Rate auf 5,25 % - 5,50 % und die Bank of Japan (BoJ) ihren Leitzins auf 0,0 % - 0,1 % festgelegt hat. Der enorme Vorteil, Kapital in US-Dollar (USD) gegenüber dem japanischen Yen (JPY) zu parken, ist ein konstanter Aufwertungsfaktor für USD/JPY.
In einer Erklärung vor dem Parlament wiederholte Sunichi Suzuki am Donnerstag die abgedroschene Phrase, dass das Finanzministerium den Devisenmarkt "genau beobachten" und "geeignete Maßnahmen ergreifen" werde, sollte der Yen weiter an Wert verlieren. Seine verbalen Interventionsversuche scheinen jedoch mit jeder Wiederholung an Kraft zu verlieren, da das Währungspaar trotzdem weiter anstieg. Analysten sind nach wie vor skeptisch, was die Auswirkungen selbst direkter Interventionen auf das Währungspaar angeht.
"Selbst wenn es zu tatsächlichen Interventionen käme, würden diese kaum einen nachhaltigen Eindruck am Markt hinterlassen, da die Feuerkraft der MOF begrenzt ist", sagt Antje Praefcke, Devisenanalystin bei der Commerzbank.
Um einen nachhaltigen Effekt auf die Bewertung des Yen zu erzielen, müssten die Interventionen der MOF von Zinserhöhungen der BoJ begleitet werden.
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