- USD/JPY setzt seinen Aufwärtstrend fort, da die geldpolitische Haltung der US-Notenbank (Fed) als "hawkish" eingestuft wird.
- Der Fed-Mitglied Kashkari geht von einem anhaltend hohen Zinsniveau aus und schließt weitere Zinserhöhungen nicht völlig aus.
- Der japanische Yen wertete trotz möglicher Interventionen der japanischen Behörden ab.
USD/JPY wurde am Mittwoch im frühen europäischen Handel bei 155,30 gehandelt und verzeichnete damit den dritten Tag in Folge Kursgewinne. Der US-Dollar (USD) gewann an Boden aufgrund der Möglichkeit, dass die US-Notenbank (Fed) ihre Zinserhöhungen fortsetzen könnte. Zudem stärkten die hawkishen Äußerungen des Präsidenten der Fed von Minneapolis, Neel Kashkari, den Greenback und stützten damit das Währungspaar USD/JPY.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag berichtete, deuten die Aussagen von Kashkari darauf hin, dass die Zinsen für einen längeren Zeitraum unverändert bleiben werden. Zinserhöhungen seien zwar unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen.
Laut Bloomberg sagte der Präsident der Federal Reserve (Fed) von Richmond, Thomas Barkin, am Montag, dass höhere Zinssätze wahrscheinlich das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten bremsen könnten. Höhere Zinssätze könnten jedoch dazu beitragen, den Inflationsdruck zu verringern und die Inflation näher an das Ziel der Zentralbank von 2% heranzuführen.
Der japanische Yen (JPY) wertete in der vergangenen Woche aufgrund von Spekulationen über mögliche Interventionen der japanischen Behörden auf. Reuters berichtete über Daten der Bank of Japan (BoJ), die darauf hindeuten, dass die japanischen Behörden am 29. April rund 6,0 Billionen Yen und am 1. Mai 3,66 Billionen Yen zur Stützung des JPY bereitgestellt haben könnten. Angesichts der beträchtlichen Zinsdifferenz zwischen Japan und den USA könnten diese Interventionen jedoch nur eine vorübergehende Entlastung bringen.
Trotz anhaltender Warnungen der japanischen Behörden vor extremen Währungsbewegungen verlor der japanische Yen an Wert. Finanzminister Shunich Suzuki wiederholte die Warnung, dass die Behörden bereit seien, auf übermäßige Wechselkursschwankungen zu reagieren, während der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, erklärte, dass sie die Auswirkungen der Yen-Bewegungen auf die Inflation bewerten würden, um politische Entscheidungen zu treffen.
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