• USD/JPY bleibt unter dem ehemaligen psychologischen Unterstützungsniveau, jetzt Widerstand, bei 144,00 begrenzt.
  • BoJ-Gouverneur Ueda wird am Dienstag auf der Konferenz "Neue Herausforderungen für die Geldpolitik" sprechen, während die Märkte auf Hinweise zur Geldpolitik achten.
  • Der US-Dollar bleibt anfällig, da potenzielle hawkische Signale der BoJ zu einer erneuten Yen-Stärke führen könnten.

USD/JPY versucht eine leichte Erholung, nachdem der Verkaufsdruck auf dem US-Anleihemarkt in der letzten Woche das Paar unter die wichtige psychologische Marke von 144,00 gedrückt hat. 

Der Rückgang wurde durch steigende US-Staatsanleihenrenditen und einen allgemein risikoscheuen Ton verursacht. Da das Paar zum Zeitpunkt der Erstellung unter 143,00 handelt, richtet sich die Aufmerksamkeit auf geldpolitische Hinweise und Zuflüsse in sichere Häfen, um die nächste Richtung zu bestimmen.

Am Dienstag wird der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, die Eröffnungsrede auf der 2025 BoJ–Institute for Monetary and Economic Studies (IMES) Konferenz in Tokio halten. 

Die Veranstaltung, die globale Zentralbanker und Ökonomen anzieht, wird sich auf das Thema "Neue Herausforderungen für die Geldpolitik" konzentrieren. Uedas Kommentare werden auf Hinweise zur geldpolitischen Perspektive der BoJ untersucht, insbesondere da die Inflation in Japan hoch bleibt und das Lohnwachstum Anzeichen von Nachhaltigkeit zeigt.

Über Jahrzehnte hinweg verfolgte die BoJ eine ultralockere Geldpolitik, indem sie die Zinssätze nahe null hielt, um die inländische Nachfrage anzukurbeln und der Deflation zu entkommen. Im Gegensatz dazu hat die US-Notenbank (Fed) einen restriktiven politischen Rahmen beibehalten und die Zinsen auf mehrjährige Höchststände gehalten, um die anhaltende Inflation zu zähmen.

Allerdings zeigt die Erzählung der Divergenz in der Geldpolitik Anzeichen von Belastung. Investoren beginnen, die Widerstandsfähigkeit des US-Dollars (USD) angesichts zunehmender fiskalischer Bedenken, Druck auf die Kreditwürdigkeit und jüngster Abschwächungen in den Wirtschaftsdaten in Frage zu stellen. Die Märkte preisen nun die Möglichkeit von Zinssenkungen der Fed später in diesem Jahr ein, was einen Wandel in den Erwartungen widerspiegelt, der den Greenback weiter unter Druck setzen könnte.

In diesem sich entwickelnden Umfeld hat der japanische Yen (JPY) als traditionelles sicherer Hafen-Vermögen an Attraktivität gewonnen. Während der Greenback die weltweit primäre Reservewährung bleibt, haben steigende Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Disziplin der USA und politischer Instabilität in den letzten Wochen das Sentiment gegenüber dem USD belastet. Sollte Ueda einen hawkischen Ton anschlagen und auf eine weitere Normalisierung oder Straffung der Geldpolitik hindeuten, könnte ein solcher Wandel den Yen stärken, indem er die Zinsdifferenzen verringert und das Vertrauen der Investoren in den japanischen Yen verstärkt.

Japanischer Yen FAQs

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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