• USD/JPY handelt fest in der Nähe eines neuen Mehrjahrzeithochs bei rund 163,24.
  • Steigende Ölpreise aufgrund von Lieferengpässen im Nahen Osten haben den japanischen Yen geschwächt.
  • Japans Katayama warnt vor möglicher Intervention, verweigert jedoch Kommentare zu spezifischen Devisenniveaus.

Der japanische Yen (JPY) bewegt sich während der frühen europäischen Handelssitzung am Mittwoch in der Nähe eines Mehrjahrzeithochs bei rund 163,24 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das Paar USD/JPY zeigt eine deutliche Stärke, da die japanische Währung aufgrund der steigenden Ölpreise unterdurchschnittlich abschneidet.

Die Ölpreise sind weiter gestiegen, da die globalen Energiesicherheitsrisiken durch die Schließung der Bab el-Mandeb-Straße durch die Iran-nahen Houthi-Rebellen im Jemen eskaliert sind.

Höhere Ölpreise sind ein schlechtes Zeichen für Währungen von Volkswirtschaften wie Japan, die stark von Energieimporten abhängig sind.

Die deutliche Schwäche des japanischen Yen hat die Hoffnungen auf eine Intervention Japans am Devisenmarkt verstärkt. Zu Beginn des Tages erklärte Japans Finanzministerin (FM) Satsuki Katayama, dass die Behörden bei Bedarf notwendige Maßnahmen im Bereich der Devisen ergreifen werden. Sie verweigerte jedoch Kommentare zu spezifischen Forex-Niveaus.

In Zukunft werden sich die Anleger auf die Veröffentlichung des nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) Japans für Juni konzentrieren, der am Freitag veröffentlicht wird.

USD/JPY technische Analyse

Bias: USD/JPY handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fest bei rund 163,20. Die Gesamt-Tendenz ist bullisch, da der 20-Tage-Exponentielle Gleitende Durchschnitt (EMA) mit rund 162,15 nach oben zeigt und die zurückeroberte Aufwärtstrendlinie bei etwa 162,16 liegt, die beide nun die bullische kurzfristige Tendenz stützen.

Momentum: Der Relative-Stärke-Index (14) steht bei 65,94, verbleibt im positiven Bereich knapp unterhalb klassischer überkaufter Schwellenwerte und deutet darauf hin, dass das Aufwärtsmomentum konstruktiv bleibt, wenn auch zunehmend angespannt.

Muster: Auf dem Tages-Chart ist eine Rising Wedge-Formation zu erkennen, die nach einer starken Rallye in der Regel zu einer bärischen Umkehr führt. Das Paar könnte die Rallye jedoch ausdehnen, wenn es das Chartmuster auf der Oberseite über die obere Begrenzung bei rund 163,50 durchbricht.

Widerstand: USD/JPY könnte seinen Anstieg in Richtung 164,00 ausweiten, sobald es die unmittelbare Hürde bei 163,50 überwindet.

Unterstützung: Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung im Bereich von 162,15–162,16, wo der 20-Tage-EMA und der frühere Ausbruchspunkt der Aufwärtstrendlinie als wichtige Nachfragzone zusammenlaufen, bevor sich eine tiefere Korrektur entwickeln kann.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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