- USD/JPY steigt um 0,87% auf 144,83 und nähert sich dem Ausbruch über die Ichimoku-Wolke.
- Starker US-Arbeitsmarktbericht und höhere Treasury-Renditen befeuern die Rallye des Greenbacks.
- Bullen zielen auf 146,00 und das Hoch vom 29. Mai bei 146,28 als nächste Aufwärtsziele.
USD/JPY setzte seinen Aufwärtstrend zwei Tage in Folge fort, wobei das Hauptwährungspaar ein neues Wochhoch von 145,09 erreichte, angetrieben von soliden US-Wirtschaftsdaten am Freitag. Ein starker Bericht über die US Nonfarm Payrolls, steigende Renditen von US-Staatsanleihen und eine leicht positive Stimmung gegenüber US-Vermögenswerten stärkten den Greenback. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird das Paar bei 144,83 gehandelt, was einem Anstieg von 0,87% entspricht.
USD/JPY Preisprognose: Technische Perspektive
Das Hauptwährungspaar hat sich in den letzten fünf Tagen im Bereich von 142,00-145,00 konsolidiert und droht zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts, über die Ichimoku-Wolke (Kumo) auszubrechen, was die Tür für weiteres Aufwärtspotenzial öffnen könnte. Dennoch hat das Fehlen eines Katalysators bisher das USD/JPY-Paar gedämpft.
Der Relative Strength Index (RSI) wurde bullish, nachdem er stark über seine neutrale Linie von 50 gesprungen ist. Daher scheinen die Bullen etwas Schwung zu gewinnen.
Angesichts des Hintergrunds ist der Weg des geringsten Widerstands nach oben geneigt. Der erste Widerstand für USD/JPY wäre die Marke von 145,00. Ein Durchbruch dieser Marke würde den Senkou Span B bei 145,38 freilegen. Bei weiterem Schwung könnten die Händler 146,00 und das Hoch vom 29. Mai bei 146,28 herausfordern. Ein entscheidender Ausbruch würde das Paar bullish machen und den Weg für einen Test von 150,00 ebnen.
Auf der anderen Seite könnte das Versagen von USD/JPY, über dem unteren Ende der Kumo nahe 144,25/50 zu bleiben, einen Rückgang auf 144,00 und darunter verschärfen. In diesem Fall wäre die nächste wichtige Unterstützungsmarke, bevor es stark auf 139,88 fällt, das Tief vom 3. Juni bei 142,37.
USD/JPY Preischart – Täglich

Japanischer Yen FAQs
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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