• USD/JPY zieht sich weiter von einem Zwei-Wochen-Hoch zurück und steht unter Druck durch eine Kombination von Faktoren.
  • Hawkische Kommentare von BoJ-Beamten und anhaltende Zuflüsse in sichere Häfen unterstützen den JPY.
  • Das gemischte technische Setup erfordert Vorsicht, bevor aggressive Richtungswetten platziert werden.

Das USD/JPY-Paar verlängert den bescheidenen Pullback des Vortages aus dem Bereich von 156,80-156,85, oder einem Zwei-Wochen-Hoch, und zieht während der asiatischen Sitzung am Donnerstag einige Anschlussverkäufe an. Die Kassakurse fallen während der asiatischen Sitzung auf den Bereich von 155,75 und scheinen vorerst eine zweitägige Gewinnserie unterbrochen zu haben, bedingt durch eine Kombination von Faktoren.

Der japanische Yen (JPY) stärkt sich als Reaktion auf hawkische Kommentare von Beamten der Bank of Japan (BoJ), die die Notwendigkeit weiterer geldpolitischer Straffungen untermauern. Abgesehen davon profitieren handelsbezogene Unsicherheiten und geopolitische Risiken im Vorfeld der US-Iran-Nukleargespräche vom sicheren Hafen-Status des JPY. Dies, zusammen mit einer moderaten Schwäche des US-Dollars (USD), erweist sich als weiterer Faktor, der auf das USD/JPY-Paar nach unten drückt.

Aus technischer Sicht stoppt der intraday Rückgang in der Nähe der 155,75 Unterstützungszone – bestehend aus dem 200-perioden einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart und dem 23,6%-Fibonacci-Retracement-Level des Anstiegs von 152,34–156,85. Der genannte Bereich sollte als Dreh- und Angelpunkt für intraday Händler fungieren, der, wenn er entscheidend durchbrochen wird, einige technische Verkäufe rund um das USD/JPY-Paar auslösen und den Weg für tiefere Verluste ebnen könnte.

Die Kassakurse könnten dann den Rückgang in Richtung der nächsten relevanten Unterstützung beschleunigen, die durch das 38,2%-Fibo-Retracement-Level bei 155,15 definiert ist, gefolgt vom 50,0%-Retracement bei 154,60, falls die Verkäufer die Kontrolle zurückgewinnen. Einige Anschlussverkäufe würden den bullishen Ton weiter schwächen und die Unterstützung des 61,8%-Fibo-Retracement-Levels bei 154,06 freilegen.

Der Relative Strength Index (RSI) ist auf etwa 55 gesunken, was auf ein positives, aber nicht überdehntes Momentum hinweist, nachdem er es nicht geschafft hat, Werte nahe 70 zu halten. Die MACD-Linie schwebt knapp über der Signallinie und nahe der Nulllinie, was auf einen moderaten Aufwärtsdruck, aber begrenzte Richtungsüberzeugung hinweist. Dies erfordert Vorsicht, bevor aggressive Wetten rund um das USD/JPY-Paar platziert werden.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)

USD/JPY 4-Stunden-Chart

Chart Analyse USD/JPY

Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.

Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.

In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.

Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.

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