- USD/JPY weitet die Verluste aus, während die Interventionsrisiken steigen und der US-Dollar schwächer wird.
- Händler blicken auf die Fed-Entscheidung am Mittwoch als nächsten richtungsweisenden Katalysator.
- Technische Indikatoren zeigen bärische Tendenzen, da die Preise unter wichtige gleitende Durchschnitte fallen.
Der Japanische Yen (JPY) bleibt am Dienstag gegenüber dem US-Dollar (USD) stark, da wachsende Interventionsrisiken und eine breite Schwäche des Greenbacks den Abwärtsdruck auf das Paar verstärken. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt USD/JPY nahe 153,06 und schwebt um über zwei-Monats-Tiefs nach der scharfen Umkehrung in der letzten Woche.
Obwohl es bisher keine offizielle Bestätigung für eine direkte Intervention gegeben hat, haben japanische Beamte weiterhin klare Warnungen ausgesprochen und gesagt, dass sie die Entwicklungen im Devisenmarkt mit einem starken Gefühl der Dringlichkeit beobachten und bereit sind, "angemessene Maßnahmen" gegen übermäßige Bewegungen zu ergreifen.
Die Märkte blicken nun auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch. Während keine Zinserhöhung erwartet wird, werden die Händler auf den Ton und die Hinweise von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell achten.
Jedes Signal, dass Zinssenkungen später in diesem Jahr möglich sind, könnte den US-Dollar weiter belasten und USD/JPY nach unten drücken. Andererseits könnte eine vorsichtigere oder hawkische Botschaft dem Paar kurzfristige Unterstützung bieten.

Aus technischer Sicht hat sich der kurzfristige Ausblick für USD/JPY bärisch gewandelt, da die Preise entscheidend unter wichtige gleitende Durchschnitte gefallen sind. Auf dem Tages-Chart haben sich die kurzfristigen einfachen gleitenden Durchschnitte (SMAs) umgekehrt, während der 100-Tage-SMA weiterhin moderat ansteigt. Der Preis handelt jedoch jetzt unter den 21-, 50- und 100-Tage-SMAs.
Momentum-Indikatoren neigen ebenfalls nach unten. Die MACD-Linie liegt unter der Signallinie und unter null, mit einem sich vertiefenden negativen Histogramm, das auf ein sich verstärkendes bärisches Momentum hindeutet.
In der Zwischenzeit ist der Relative Strength Index (RSI) auf etwa 28 gefallen und hat den überverkauften Bereich erreicht, was die Stärke des jüngsten Ausverkaufs zeigt.
Auf der Abwärtsseite würde ein nachhaltiger Bruch unter die 153,00-Marke das Tief vom 29. Oktober bei 151,54 freilegen, gefolgt von der psychologischen Marke von 150,00. Ein klarer Rückgang unter 150 würde wahrscheinlich die Tür für einen tieferen Korrekturrückgang öffnen.
Auf der Oberseite würde ein täglicher Schlusskurs über 155,00 helfen, den unmittelbaren bärischen Druck zu verringern. Solange das Paar jedoch unter dem 100-Tage-SMA handelt, bleibt der Weg des geringsten Widerstands nach unten.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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