• USD/JPY hält sich in einer engen Spanne, während Händler auf wichtige US-Daten und die Zinsentscheidung der BoJ warten.
  • Der 21-Tage-SMA auf dem Tageschart nahe 156,00 fungiert als unmittelbarer Widerstand.
  • Unmittelbare Unterstützung wird im Bereich von 154,20-154,00 gesehen, verstärkt durch den 50-Tage-SMA.

Der japanische Yen (JPY) handelt am Montag gegenüber dem US-Dollar (USD) auf der Überholspur, unterstützt durch feste Erwartungen, dass die Bank of Japan (BoJ) die Zinsen bei ihrer geldpolitischen Sitzung am 19. Dezember erhöhen wird. Allerdings fehlt dem Yen der starke Nachdruck, da der Greenback vor einer umfangreichen US-Wirtschaftsdatenreihe, die am Dienstag fällig ist, etwas Unterstützung findet.

Zum Zeitpunkt der Erstellung liegt USD/JPY bei 155,37, was einem Rückgang von 0,33% entspricht, nachdem er sich leicht von einem Intraday-Tief von 154,84 erholt hat.

In den Vereinigten Staaten (US) umfassen die wichtigsten Veröffentlichungen die verspäteten Berichte zu den Nonfarm Payrolls (NFP) für Oktober und November, Einzelhandelsumsätze, den vierwöchigen Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderungen sowie die vorläufigen S&P Global Purchasing Managers Index (PMI)-Umfragen. In Japan wird der Fokus auf den vorläufigen Jibun Bank Manufacturing und Services PMI-Umfragen liegen.

Aus technischer Sicht bleibt USD/JPY in einer Konsolidierungsphase, nachdem er am 20. November am 158,00-Niveau abgelehnt wurde. Das Paar schwebt derzeit knapp unter dem 21-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 156,00, der als unmittelbarer Widerstand fungiert und Aufwärtsversuche begrenzt. Eine nachhaltige Bewegung über dieses Niveau wäre erforderlich, um das bullische Momentum wiederzubeleben und die Zone von 157,00-158,00 freizugeben.

Auf der Abwärtsseite wird die anfängliche Unterstützung im Bereich von 154,20-154,00 gesehen, verstärkt durch den 50-Tage-Simple Moving Average (SMA). Ein entscheidender Durchbruch unter diese Unterstützungszone könnte die kurzfristige Tendenz nach unten verschieben und die Tür zur psychologischen Marke von 153,00 öffnen, gefolgt vom 100-Tage-SMA nahe 151,00.

Momentum-Indikatoren zeigen einen Verlust an bullischer Zugkraft. Der Relative Strength Index (RSI) ist auf die 50-Marke zurückgegangen, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) unter der Signallinie und unter null bleibt, mit einem sich verbreitenden negativen Histogramm, das auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hindeutet.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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