• USD/JPY fällt auf etwa 154,20, das niedrigste Niveau seit dem 14. November 2025, im frühen asiatischen Handel am Dienstag.
  • Steigende Spekulationen über Interventionen am Devisenmarkt bieten dem japanischen Yen vorübergehend etwas Unterstützung. 
  • Bedenken über steigende Staatsausgaben in Japan könnten den Aufwärtstrend des JPY begrenzen.

Das Paar USD/JPY fällt während der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag auf ein 11-Wochen-Tief nahe 154,20. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) amid Spekulationen über eine mögliche koordinierte Intervention durch japanische und US-Behörden.

Die Spekulation über eine Intervention wächst, nachdem Händler während der US-Sitzung am Freitag berichtet hatten, dass die Federal Reserve Bank of New York Kontakt zu Finanzinstituten aufgenommen hatte, um nach dem Wechselkurs des JPY zu fragen. Der japanische Finanzminister Satsuki Katayama lehnte es ab, zu den Kursüberprüfungen Stellung zu nehmen, während der japanische Kabinettschef Seiji Kihara am Montag erklärte, dass er angemessene Maßnahmen im Devisenbereich gemäß der gemeinsamen Erklärung von Japan und den USA ergreifen werde.

"Interventionen verzögern nur, kehren aber nicht den Abwärtstrend des Yen in der aktuellen makroökonomischen Situation um, in der der Fokus auf erhöhten Staatsausgaben liegt," sagte Rong Ren Goh, Portfoliomanager für festverzinsliche Anlagen bei Eastspring Investments.

Japan bereitet sich auf eine Wahl am 8. Februar vor, wobei Takaichis Versprechen, die Lebensmittelzölle zu senken, in den letzten Tagen Schockwellen auf dem japanischen Schuldenmarkt ausgelöst hat. Dies hat Bedenken hinsichtlich der bereits hohen Staatsverschuldung Japans geschürt, die dazu tendiert, den japanischen Yen gegenüber dem Greenback zu schwächen.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.


 

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