- USD/JPY sinkt um etwa 1,4%, da Interventionsängste wieder aufkommen.
- Breit angelegte Schwäche des US-Dollars verstärkt den Abwärtsdruck.
- BoJ belässt die Zinsen bei 0,75%, schlägt jedoch einen vorsichtig hawkischen Ton an.
USD/JPY stürzt am Freitag um über 300 Pips ab, amid einem vermuteten "Zinscheck" des japanischen Finanzministeriums (MoF), da die übermäßige Schwäche des Yen (JPY) Interventionsängste schürt. Zum Zeitpunkt der Erstellung handelt das Paar bei etwa 156,18, was einem Rückgang von fast 1,40% im Tagesverlauf entspricht und auf den niedrigsten Stand seit Ende Dezember fällt.
Gleichzeitig verstärkt die breit angelegte Schwäche des US-Dollars (USD) den Abwärtsdruck, da Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve (Fed) und der protektionistischen Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump weiterhin das Vertrauen in den Greenback untergraben, trotz einer kürzlichen Entspannung der Handels Spannungen zwischen den USA und der Europäischen Union (EU).
Der US Dollar Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen verfolgt, handelt bei etwa 98,76 und schwebt nahe seinem niedrigsten Stand seit dem 3. Oktober.
In der Zwischenzeit gab die Bank of Japan (BoJ) am Freitag früher ihre geldpolitische Entscheidung bekannt und ließ den Leitzins wie allgemein erwartet mit 0,75% unverändert, in einer Abstimmung von 8 zu 1. Das Vorstandsmitglied Hajime Takata stimmte dagegen und sprach sich für eine Erhöhung um 25 Basispunkte auf 1,00% aus.
Über die Zinsentscheidung hinaus schlug die BoJ in ihrem aktualisierten Ausblicksbericht einen vorsichtig hawkischen Ton an. Die Zentralbank erklärte, dass die japanische Wirtschaft voraussichtlich moderat weiter wachsen wird. Während die Gesamtinflation in der ersten Jahreshälfte voraussichtlich unter 2% sinken wird, sieht die BoJ dennoch eine allmähliche Festigung der zugrunde liegenden Inflation im späteren Verlauf des Jahres.
Die Bank bekräftigte auch ihre Straffungsneigung und stellte fest, dass "die realen Zinssätze auf einem signifikant niedrigen Niveau liegen" und dass, wenn sich die Prognose erfüllt, sie "den geldpolitischen Zinssatz weiterhin erhöhen wird."
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die US-Geldpolitik, da die Märkte dem FOMC-Treffen am 27. und 28. Januar entgegenblicken. Es wird allgemein erwartet, dass die Federal Reserve die Zinssätze in der Spanne von 3,50% bis 3,75% unverändert lässt.
Investoren rechnen jedoch weiterhin mit zwei Zinssenkungen später in diesem Jahr, ein Hintergrund, der den US-Dollar weiterhin nach unten neigt.
Wirtschaftsindikator
Fed-Zinsentscheid
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Jan. 28, 2026 19:00
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 3.75%
Vorher: 3.75%
Quelle: Federal Reserve
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Das sollten Sie am Freitag, den 23. Januar, im Blick behalten:
Investoren bewerten die geldpolitischen Ankündigungen der Bank of Japan am frühen Freitag, während sie sich auf die Veröffentlichung der vorläufigen Einkaufsmanager-Index-Daten für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor im Januar aus Deutschland, der Eurozone, dem Vereinigten Königreich und den USA vorbereiten.