- USD/JPY hält sich im frühen asiatischen Handel am Mittwoch um 158,15 stabil.
- Trumps Zollbedrohungen gegen europäische Nationen könnten eine Wiederholung des sogenannten "Sell America" auslösen.
- Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Lage Japans könnten den japanischen Yen belasten.
Das Währungspaar USD/JPY wird im frühen asiatischen Handel am Mittwoch nahezu unverändert bei 158,20 gehandelt. Das Paar stabilisiert sich, da die erneuten Zollbedrohungen von US-Präsident Donald Trump die politische Unsicherheit in Japan ausgleichen. Händler werden Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz, später am Mittwoch genau beobachten.
Trump sagte am Wochenende, dass er ab dem 1. Februar einen zusätzlichen Importzoll von 10 % auf Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Finnland und dem Vereinigten Königreich (UK) erheben würde, bis die USA erlaubt werden, Grönland zu kaufen. Die Drohungen des Weißen Hauses gegenüber Europa über die Zukunft Grönlands lösten den "Sell America"-Handel aus, der den Greenback unter Verkaufsdruck setzte.
Auf der anderen Seite fiel der japanische Yen (JPY) über Nacht, da ein Ausverkauf auf den Märkten für japanische Staatsanleihen an Fahrt gewann. Die Renditen der 30- und 40-jährigen Anleihen Japans stiegen um über 25 Basispunkte (bps), der größte Anstieg seit den Zöllen von US-Präsident Donald Trump am Liberation Day, die die globalen Märkte im letzten Jahr erschütterten.
Die Pläne von Japans Premierministerin Sanae Takaichi, die Steuern zu senken und die Ausgaben zu erhöhen, werfen Zweifel an der finanziellen Gesundheit einer der am höchsten verschuldeten Regierungen der Welt auf. Dies könnte den JPY kurzfristig gegenüber dem US-Dollar (USD) belasten.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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