- USD/CHF notiert mit leichten Gewinnen nahe 0,8010 im frühen europäischen Handel am Mittwoch.
- Der US-CPI-Inflationsbericht unterstützt die Annahme, dass die Fed die Zinsen später in diesem Monat stabil halten wird.
- Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed und geopolitische Spannungen könnten die Zuflüsse in sichere Häfen erhöhen und den Schweizer Franken unterstützen.
Das Paar USD/CHF verzeichnet im frühen europäischen Handel am Mittwoch moderate Gewinne um 0,8010. Der Greenback stärkt sich gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) nach US-Inflationsdaten, die weitgehend den Schätzungen entsprachen. Die Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze und des Produzentenpreisindex (PPI) wird später am Mittwoch im Fokus stehen.
Die am Dienstag vom US Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichten Daten zeigten, dass der US-Verbraucherpreisindex (CPI) im Dezember um 2,7% im Jahresvergleich gestiegen ist. Diese Zahl folgte auf 2,7% im November und entsprach der Prognose. Unterdessen stieg der Kern-CPI, der die sogenannten volatileren Lebensmittel- und Energiekomponenten ausschließt, im Dezember um 2,6%, gegenüber einem Anstieg von 2,7% zuvor. Auf Monatsbasis stiegen der Gesamt- und der Kern-CPI um 0,3% bzw. 0,2%.
Die US-CPI-Inflationsberichte festigen die Erwartungen, dass die US-Notenbank (Fed) später in diesem Monat auf der Stelle treten wird, trotz des beispiellosen Drucks aus dem Weißen Haus, die Zinsen zu senken. Dies hebt wiederum den US-Dollar (USD) gegenüber dem CHF. Die Preisgestaltung der Fed-Funds-Futures-Händler zeigte, dass eine Zinssenkung bis Juni nicht als wahrscheinlich angesehen wird.
Andererseits könnten Unsicherheiten bezüglich der Fed und geopolitische Risiken traditionelle sichere Währungen wie den CHF stärken. US-Präsident Donald Trump drohte am Sonntag Fed-Vorsitzendem Jerome Powell mit einer strafrechtlichen Anklage. In anderen Nachrichten hat die iranische Regierung großangelegte Demonstrationen unterdrückt, bei denen Berichten zufolge Hunderte von Menschen ums Leben gekommen sind. Trump hat wiederholt gedroht einzugreifen, wenn die Islamische Republik Demonstranten tötet.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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Hier ist, was Sie am Mittwoch, den 14. Januar, beachten sollten:
Der US-Dollar (USD) setzte am Dienstag seine robuste Erholung fort und ließ den Pessimismus vom Montag hinter sich, während die Anleger weiterhin die neuesten US-CPI-Daten bewerteten und sich auf weitere Inflationswerte, Einzelhandelsumsätze und Äußerungen von Fed-Beamten vorbereiteten.