- USD/CHF steigt auf ein Wochenhoch, während sich die Händler vor den Zinsentscheidungen der Fed und SNB positionieren.
- Die Märkte preisen fest eine 87%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte am Mittwoch ein.
- Die SNB wird am Donnerstag voraussichtlich die Zinsen bei 0,00% halten, wobei die Entscheidungsträger eine hohe Hürde für eine Rückkehr zu negativen Zinsen signalisieren.
Der Schweizer Franken (CHF) notiert am Montag schwach gegenüber dem US-Dollar (USD), während sich die Märkte vor den wichtigen geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve (Fed) und der Schweizerischen Nationalbank (SNB) neu positionieren.
Zum Zeitpunkt des Schreibens wird USD/CHF bei etwa 0,8072 gehandelt, dem höchsten Stand seit dem 26. November, da der Greenback eine moderate Erholung zeigt. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei etwa 99,10, nachdem er zuvor in der asiatischen Sitzung auf 98,79 gefallen war.
Der Franken hat Schwierigkeiten, Unterstützung zu finden, obwohl die Märkte fest auf eine Zinssenkung der Fed am Mittwoch positioniert sind. Laut dem CME FedWatch Tool rechnen die Händler mit einer 87%igen Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte, was den Federal Funds Rate auf den Bereich von 3,50%–3,75% senken würde.
Da die Zinssenkung im Dezember nahezu vollständig eingepreist ist, werden die Investoren die Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell und die aktualisierten Wirtschaftsprognosen genau beobachten, die voraussichtlich den Ton für den geldpolitischen Kurs bis 2026 angeben werden.
Die neuesten PCE-Inflationszahlen und gemischten Arbeitsmarktsignale deuten jedoch darauf hin, dass die Fed einen vorsichtigeren Ansatz für weitere Lockerungen bis 2026 verfolgen könnte. US-Daten, die am Freitag veröffentlicht wurden, zeigten, dass die Disinflation an Schwung verliert, wobei der Kern-PCE im September um 0,2% im Monatsvergleich stieg und nur leicht auf 2,8% im Jahresvergleich zurückging. Der Gesamt-PCE blieb stabil bei 0,3% im Monatsvergleich und 2,8% im Jahresvergleich.
Die Arbeitsmarktsignale waren ebenfalls uneinheitlich. Der ADP-Beschäftigungswechsel fiel im November um 32.000 und verfehlte die Erwartungen, während die Challenger Job Cuts stark auf 71,3K zurückgingen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen ebenfalls niedriger bei 191K, was auf eine Widerstandsfähigkeit trotz breiterer Anzeichen einer Abkühlung hinweist.
Auf der Schweizer Seite liegt der Fokus auf der Zinsentscheidung der SNB, die für Donnerstag angesetzt ist, wobei die Entscheidungsträger voraussichtlich die Zinsen bei 0,00% belassen werden. Die Inflation hat sich dem unteren Ende der Zielspanne der SNB von 0–2% angenähert, aber trotz der unerwarteten Verlangsamung haben die Entscheidungsträger angedeutet, dass eine Rückkehr zu negativen Zinsen eine hohe Hürde bleibt.
Die Zentralbank erwartet auch, dass die Inflation in den kommenden Quartalen leicht ansteigt, was die Beibehaltung ihrer aktuellen Haltung unterstützt.
Neueste Berichte deuten darauf hin, dass Ökonomen auch im Jahr 2026 nicht mit einer Rückkehr in den negativen Bereich rechnen. Laut dem neuesten BHH Market View-Bericht weist der Swaps-Markt eine Wahrscheinlichkeit von weniger als 50% für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf -0,25% in den nächsten zwölf Monaten auf.
Wirtschaftsindikator
Zinsentscheidung der SNB
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) gibt ihre Zinsentscheidung jeweils nach einer der vier planmäßigen Sitzungen pro Jahr bekannt – also einmal pro Quartal. In der Regel gilt: Verfolgt die SNB eine hawkishe Haltung gegenüber dem Inflationsausblick und erhöht die Zinsen, wirkt sich das positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus. Zeigt sich die SNB dagegen eher dovish und belässt die Zinsen unverändert oder senkt sie sogar, ist das in der Regel negativ für den CHF.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Do Dez. 11, 2025 08:30
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 0%
Vorher: 0%
Quelle: Swiss National Bank
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
NEUESTE NACHRICHTEN
Autor wählen
Alarm bei Ripple: Diese Zahl macht XRP-Anlegern jetzt Angst
Ripple (XRP) steht massiv unter Druck. Während sich der Kryptomarkt insgesamt in einen klaren Risk-off-Modus verabschiedet, trifft es den Remittance-Token besonders hart. Am Freitag notiert XRP bei rund 1,37 US-Dollar – ein Tagesverlust von fast 5 %.
Milliardär setzt alles auf Silberpreis-Crash – mit gigantischem Gewinn
Ein Mann. Eine Wette. Fast 300 Millionen Dollar Gewinn – gegen Silber. Während viele Anleger bei Edelmetallen reflexartig auf steigende Preise setzen, geht ein chinesischer Milliardär den exakt entgegengesetzten Weg. Und liegt damit bislang spektakulär richtig.
Gold wackelt: Diese Bitcoin-Kennzahl sendet ein Warnsignal
Gold glänzt – aber Bitcoin könnte der heimliche Gewinner sein. Genau das sagt jetzt ausgerechnet JPMorgan. Und das nach Monaten, in denen Bitcoin deutlich schlechter lief als das Edelmetall. Für viele Anleger klingt das erst einmal widersprüchlich. Doch genau hier beginnt die Geschichte.
Krypto-Markt verliert 2,65 Milliarden USD, während Bitcoin auf 60.000 USD sinkt, begleitet von bärischer Stimmung
Die Bewertung des Kryptowährungsmarktes ist um 2,8 Billionen Dollar gesunken, da der Branchenführer Bitcoin (BTC) am Freitag zunächst auf 60.000 USD fiel, bevor er auf 65.000 USD schwankte.
Drei Szenarien für den japanischen Yen vor der vorgezogenen Wahl
Die neuesten Umfragen deuten auf einen dominierenden Sieg des regierenden Blocks bei der bevorstehenden vorgezogenen Wahl in Japan hin. Je größer das Mandat von Sanae Takaichi ist, desto mehr befürchten die Investoren eine schnellere Umsetzung von Steuerkürzungen und Ausgabenplänen.