• USD/CHF fällt vor der Schweizer ZEW-Erwartungsumfrage für Dezember, die am Dienstag fällig ist.
  • Der US-Dollar hat Schwierigkeiten aufgrund wachsender Erwartungen, dass die Federal Reserve die Geldpolitik weiter lockert.
  • Fed-Mitglied Miran sagte, dass eine Nicht-Lockerung der Geldpolitik das Risiko einer Rezession erhöhen würde.

USD/CHF setzt seine Verluste am zweiten aufeinanderfolgenden Tag fort und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag um 0,7900. Händler warten wahrscheinlich auf die Schweizer ZEW-Erwartungsumfrage für Dezember, die später am Tag fällig ist, um frische Signale zu den Geschäfts- und Beschäftigungsbedingungen zu erhalten, die neue Hinweise auf die Zinserwartungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bieten könnten.

Die Händler werden ihren Fokus auf das annualisierte US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal richten, das später in der nordamerikanischen Sitzung fällig ist und voraussichtlich bei 3,2% für Q3 liegen wird, was einen Rückgang gegenüber dem Wachstum von 3,8% im Q2 darstellt. Darüber hinaus werden auch die 4-Wochen-Durchschnittszahlen zur ADP-Beschäftigungsänderung und die Kernpreise für persönliche Konsumausgaben (PCE) für Q3 im Blick sein.

Das Paar wertet ab, da der US-Dollar (USD) aufgrund wachsender Chancen auf eine Fortsetzung der Lockerungspolitik der Federal Reserve fällt. Fed-Mitglied des Gouverneursrats Stephen Miran sagte in einem Interview bei Bloomberg TV am Montag, dass die letzten Monate Daten gezeigt haben, die mit seiner Sicht der Welt übereinstimmen, und dass er in naher Zukunft keine Rezession sieht. Miran fügte hinzu, dass das Versäumnis, die Geldpolitik zu lockern, die Rezessionsrisiken erhöhen würde.

Die Fed-Beamten sind jedoch weiterhin tief gespalten über den weiteren Weg. Fed-Präsidentin Beth Hammack sagte am Sonntag, dass die Geldpolitik gut positioniert sei, um eine Pause einzulegen und die Auswirkungen der Zinssenkungen um 75 Basispunkte (bps) auf die Wirtschaft im ersten Quartal zu bewerten.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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