• Der US-Dollar zieht gegen den Schweizer Franken zurück, da sich ein erneuertes Risikoaversion-Umfeld abzeichnet.
  • Donald Trumps Zollandrohungen beleben den sogenannten "Sell America"-Handel über die Märkte.
  • Investoren warten auf Kommentare der Schweizer Zentralbank.

USD/CHF handelt am Dienstag während der europäischen Sitzung im negativen Bereich und schwebt bei 0,7910, was einem Rückgang von 0,80% im Tagesverlauf entspricht. Der Schweizer Franken (CHF) stärkt sich gegenüber dem US-Dollar (USD), da die Nachfrage nach sicheren Anlagen steigt, während erneute protektionistische Signale von US-Präsident Donald Trump Bedenken über das globale Wachstum und die Stabilität der Handelsbeziehungen neu entfachen.

Der Rückgang des Greenbacks folgt auf erneute Äußerungen des US-Präsidenten, der seine Absicht bekräftigte, neue Zölle auf mehrere europäische Länder zu erheben. Laut seinen Kommentaren könnten Zölle von 10% bereits am 1. Februar für Importe aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den nordischen Ländern in Kraft treten, die möglicherweise auf 25% steigen, wenn bis zum 1. Juni keine Einigung erzielt wird. Diese Drohungen, kombiniert mit diplomatischen Spannungen rund um Grönland, befeuern den sogenannten "Sell America"-Handel, der durch einen breit angelegten Verkauf von in US-Dollar denominierten Vermögenswerten gekennzeichnet ist.

In diesem Umfeld sieht sich der US-Dollar (USD) einem weit verbreiteten Druck ausgesetzt, da Investoren eine längere Phase politischer Unsicherheit, Handelsvergeltung und einen Vertrauensverlust in die US-Führung befürchten. Wie Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG in Sydney, hervorhebt, spiegeln Kapitalabflüsse aus dem US-Dollar Bedenken über die schwächelnde Glaubwürdigkeit der USA und eine Beschleunigung der De-Dollarization-Trends wider. Dieser Hintergrund unterstützt mechanisch den Schweizer Franken, der traditionell als sichere Währung in Zeiten geopolitischer und wirtschaftlicher Spannungen angesehen wird.

Was die Schweiz betrifft, verlagert sich der Marktfokus auf eine bevorstehende Rede des Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel. Jegliche Hinweise zu den Inflationsdynamiken oder der zukünftigen Richtung der Geldpolitik könnten den Schweizer Franken kurzfristig beeinflussen. In der Zwischenzeit begünstigen anhaltende Risikoaversion und steigende globale Unsicherheit weiterhin die Schweizer Währung gegenüber dem US-Dollar.

Schweizer Franken - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Schweizer Franken (CHF) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Schweizer Franken war am stärksten gegenüber dem US-Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.61% -0.33% -0.16% -0.27% -0.21% -0.70% -0.77%
EUR 0.61% 0.28% 0.44% 0.34% 0.41% -0.09% -0.16%
GBP 0.33% -0.28% 0.19% 0.06% 0.12% -0.36% -0.44%
JPY 0.16% -0.44% -0.19% -0.12% -0.06% -0.55% -0.61%
CAD 0.27% -0.34% -0.06% 0.12% 0.06% -0.43% -0.49%
AUD 0.21% -0.41% -0.12% 0.06% -0.06% -0.48% -0.53%
NZD 0.70% 0.09% 0.36% 0.55% 0.43% 0.48% -0.08%
CHF 0.77% 0.16% 0.44% 0.61% 0.49% 0.53% 0.08%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Schweizer Franken aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als CHF (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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