- USD/CHF steigt, da die Schweizer Arbeitslosenquote im Mai auf 2,9% MoM gestiegen ist, nach 2,8% zuvor.
- Der US-Dollar könnte an Boden verlieren, da die wirtschaftlichen Bedenken aufgrund schwächerer US-Daten zunehmen.
- Präsident Trump wandte sich an Truth Social, um Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zu bitten, den Leitzins zu senken.
USD/CHF erholt sich von den jüngsten Verlusten von über 0,50%, die in der vorherigen Sitzung verzeichnet wurden, und handelt während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag um 0,8200. Die saisonbereinigte Schweizer Arbeitslosenquote stieg im Mai auf 2,9% im Monatsvergleich und deutet auf einen Mangel an Expansion im Schweizer Arbeitsmarkt hin. Der Markt erwartete, dass die Arbeitslosenquote im April bei 2,8% bleibt.
Der Aufwärtstrend des USD/CHF-Paares könnte eingeschränkt sein, da der US-Dollar Herausforderungen gegenüberstehen könnte, da steigende Tarifunsicherheiten das Wachstum der US-Wirtschaft potenziell dämpfen könnten. Dieses Szenario verschlechterte sich nach der Veröffentlichung schwächerer Wirtschaftsdaten in den Vereinigten Staaten (US).
Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für Dienstleistungen des Institute for Supply Management (ISM) fiel im Mai auf 49,9, nach 51,6 im April. Dieser Wert fiel überraschend schwächer aus als die erwarteten 52,0. In der Zwischenzeit stieg die Beschäftigung im privaten Sektor laut ADP in den USA im Mai um 37.000, gegenüber einem Anstieg von 60.000 (revidiert von 62.000), der im April verzeichnet wurde, und lag damit weit unter der Markterwartung von 115.000.
Die wirtschaftlichen Bedenken in den USA verschärften sich nach den schwächeren Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten (US). Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für Dienstleistungen des Institute for Supply Management (ISM) fiel im Mai auf 49,9, nach 51,6 im April. Dieser Wert fiel überraschend schwächer aus als die erwarteten 52,0. In der Zwischenzeit stieg die Beschäftigung im privaten Sektor laut ADP in den USA im Mai um 37.000, gegenüber einem Anstieg von 60.000 (revidiert von 62.000), der im April verzeichnet wurde, und lag damit weit unter der Markterwartung von 115.000.
US-Präsident Donald Trump postete am Mittwoch auf Truth Social und forderte Federal Reserve (Fed) Vorsitzenden Jerome Powell auf, den Leitzins zu senken. "ADP-ZAHL RAUS!!! "Zu spät" Powell muss jetzt den ZINS SENKEN. Er ist unglaublich!!! Europa hat NEUN MAL gesenkt," sagte Trump.
Schweizer Franken FAQs
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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