- Der US-Dollar schwächt sich gegenüber dem Schweizer Franken, da die Erwartungen an eine Lockerung der Federal Reserve zunehmen
- Die Schweizerische Nationalbank hält an einer stabilen Geldpolitik fest, unterstützt durch weiterhin eingedämmte Inflationsaussichten
- Die Märkte richten ihren Blick auf wichtige US-makroökonomische Daten, um das Wachstum und die Inflationsdynamik zu beurteilen
USD/CHF setzt seinen Rückgang für die zweite aufeinanderfolgende Sitzung fort und fällt zum Zeitpunkt der Erstellung um 0,60 % am Dienstag und erreicht ein Tief vom 17. Oktober nahe 0,7873. Der Rückgang des Paares spiegelt hauptsächlich die breite Schwäche des US-Dollars (USD) wider, da die Erwartungen an eine geldpolitische Lockerung durch die Federal Reserve (Fed) steigen, während der Schweizer Franken von einem als stabil angesehenen inländischen geldpolitischen Umfeld profitiert.
Auf der Schweizer Seite bekräftigt die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre unveränderte Haltung. In ihrem vierteljährlichen Bulletin für das vierte Quartal erklärt die Institution, dass sie ihren Leitzins bei 0 % belassen hat, da sie der Meinung ist, dass die mittelfristigen Inflationsdruck weitgehend eingedämmt bleibt. Die SNB betrachtet die aktuelle Geldpolitik als angemessen, um die wirtschaftliche Aktivität zu unterstützen und gleichzeitig die Preisstabilität zu gewährleisten.
Diese Einschätzung steht im Einklang mit der Schweizer ZEW-Umfrage für Dezember, die am selben Tag veröffentlicht wurde und von 12,2 auf 6,2 gefallen ist. Der Rückgang dieses Vertrauensindikators deutet auf vorsichtigere wirtschaftliche Aussichten hin, reicht jedoch nicht aus, um die Vorstellung zu untergraben, dass die Zentralbank unter keinem unmittelbaren Druck steht, die Geldpolitik zu straffen.
Auf der US-Seite bleibt der US-Dollar unter Druck, da die Märkte ihre Wetten auf weitere Zinssenkungen der Fed erhöhen. Die Anleger preisen nun eine höhere Wahrscheinlichkeit von zwei zusätzlichen Zinssenkungen durch die Zentralbank im Jahr 2026 ein, was den Greenback belastet und zum angebotenen Ton rund um USD/CHF beiträgt.
Jüngste Kommentare von Entscheidungsträgern heben die anhaltenden Spannungen innerhalb der Zentralbank hervor. Stephen Miran, Mitglied des Gouverneursrats der Fed, sagte in einem Interview bei Bloomberg TV, dass die aktuellen Daten mit seiner makroökonomischen Einschätzung übereinstimmen und dass er in naher Zukunft keine Rezession sieht, während er warnt, dass eine fehlende Lockerung der Geldpolitik die Rezessionsrisiken erhöhen könnte. Im Gegensatz dazu argumentierte die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, dass die Geldpolitik in einer guten Position sei, um eine Pause einzulegen und die Auswirkungen der bereits vorgenommenen Zinssenkungen um 75 Basispunkte zu bewerten.
Die Unsicherheit über die Glaubwürdigkeit und den Kommunikationsrahmen der Federal Reserve fügt dem US-Dollar eine weitere Druckschicht hinzu. US-Finanzminister Scott Bessent brachte die Idee ins Spiel, dass ein neuer Vorsitzender der Federal Reserve das Dot-Plot-Diagramm abschaffen und den Inflationsrahmen sowie die Kommunikationsstrategie der Zentralbank überarbeiten könnte, was die Marktunsicherheit anheizt.
Händler blicken nun auf die US-makroökonomischen Veröffentlichungen, die später am Tag erwartet werden, einschließlich der annualisierten BIP-Zahl für das dritte Quartal, die bei 3,2 % nach 3,8 % im vorherigen Quartal erwartet wird, sowie dem vierwöchigen Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderung und den Kern-Personal Consumption Expenditures (PCE) für das dritte Quartal. Diese Datenpunkte könnten kurzfristige Richtung für USD/CHF geben.
In diesem Kontext liegt der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, zum Zeitpunkt der Erstellung bei 97,90 und ist um 0,37 % gefallen, nicht weit von seinem kürzlichen 11-Wochen-Tief entfernt, was den bärischen Bias des Paares gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) weiter verstärkt.
Schweizer Franken - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Schweizer Franken (CHF) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Schweizer Franken war am stärksten gegenüber dem US-Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.37% | -0.38% | -0.70% | -0.36% | -0.62% | -0.81% | -0.57% | |
| EUR | 0.37% | -0.02% | -0.35% | 0.01% | -0.26% | -0.45% | -0.20% | |
| GBP | 0.38% | 0.02% | -0.32% | 0.02% | -0.25% | -0.43% | -0.19% | |
| JPY | 0.70% | 0.35% | 0.32% | 0.35% | 0.10% | -0.13% | 0.15% | |
| CAD | 0.36% | -0.01% | -0.02% | -0.35% | -0.25% | -0.46% | -0.20% | |
| AUD | 0.62% | 0.26% | 0.25% | -0.10% | 0.25% | -0.19% | 0.06% | |
| NZD | 0.81% | 0.45% | 0.43% | 0.13% | 0.46% | 0.19% | 0.25% | |
| CHF | 0.57% | 0.20% | 0.19% | -0.15% | 0.20% | -0.06% | -0.25% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Schweizer Franken aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als CHF (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
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