• USD/CHF könnte Boden gutmachen, da der US-Dollar-Index weiter steigen könnte, angesichts des zunehmenden vorsichtigen Tons bezüglich der Fed-Aussichten.
  • CME FedWatch zeigt eine 95%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen bei der Sitzung im Januar unverändert lässt.
  • Der sichere Hafen Schweizer Franken könnte unter Druck geraten, da die Bedenken hinsichtlich des Iran und der Unabhängigkeit der Fed nachlassen.

USD/CHF gibt seine jüngsten Gewinne aus der vorherigen Sitzung teilweise ab und handelt während der asiatischen Stunden am Freitag bei etwa 0,8020. Der Abwärtstrend des Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) möglicherweise wieder an Boden gewinnt, angesichts der steigenden vorsichtigen Stimmung bezüglich der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed).

Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe vom Donnerstag verstärkten die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinssätze in den kommenden Monaten unverändert lässt. Laut dem FedWatch-Tool der CME-Gruppe preisen die Fed-Funds-Futures weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von etwa 95% ein, dass die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer Sitzung am 27.-28. Januar unverändert lässt.

Die Fed-Funds-Futures haben die Erwartungen für die nächste Zinssenkung auf Juni verschoben, was die stärkeren Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und die Bedenken der politischen Entscheidungsträger hinsichtlich der hartnäckigen Inflation widerspiegelt. Händler werden voraussichtlich nach weiteren Richtungsweisungen aus den US-Daten zur Industrieproduktion im Dezember und Kommentaren von Vertretern der Federal Reserve (Fed) später am Tag suchen.

Daten des US-Arbeitsministeriums (DOL) zeigten, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 10. Januar unerwartet auf 198K fielen, unter den Markterwartungen von 215K und gegenüber der revidierten Zahl von 207K in der Vorwoche. Die Daten bestätigten, dass Entlassungen begrenzt bleiben und dass der Arbeitsmarkt trotz einer längeren Phase hoher Kreditkosten stabil bleibt.

Der sichere Hafen Schweizer Franken (CHF) könnte gegen den US-Dollar vor Herausforderungen stehen, da die Bedenken hinsichtlich des Iran und der Unabhängigkeit der Fed nachlassen. Die Marktstimmung verbesserte sich, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, dass er keine Pläne habe, Fed-Chef Jerome Powell abzusetzen, trotz berichteter Drohungen mit Anklagen durch das Justizministerium, und signalisierte eine mögliche Verzögerung von Maßnahmen gegen den Iran.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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