• USD/CHF steht im frühen europäischen Handel am Montag unter Verkaufsdruck bei 0,8200 und verliert 0,10% im Tagesverlauf. 
  • US-fiskalische Bedenken üben einen gewissen Verkaufsdruck auf den US-Dollar aus. 
  • Geopolitische Risiken und der anhaltende Russland-Ukraine-Krieg stützen den Schweizer Franken, eine Währung mit sicherem Hafen.  

Das Paar USD/CHF bleibt während der frühen europäischen Handelsstunden am Montag defensiv um 0,8200. Die Unsicherheit über die US-Handelspolitik und Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Gesundheit ziehen den US-Dollar (USD) gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) nach unten. Die Anleger warten auf das FOMC-Protokoll am Mittwoch, das einige Hinweise auf den Zinspfad geben könnte. 

Schwächere als erwartete US-Inflationsberichte in der letzten Woche und Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Gesundheit erhöhen die Wetten, dass die US-Notenbank (Fed) eingreifen wird, um die US-Wirtschaft zu unterstützen. Dies übt wiederum einen gewissen Verkaufsdruck auf den Greenback aus. Die Märkte erwarten, dass die US-Notenbank (Fed) in diesem Jahr zweimal die Zinsen senken wird, wobei der nächste Schritt nicht vor September erfolgen wird. 

Die Anleger werden auch weitere Hinweise aus der vorläufigen Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das erste Quartal (Q1) und dem Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für April ableiten. Im Falle eines stärkeren als erwarteten Ergebnisses könnte dies helfen, die Verluste des USD kurzfristig zu begrenzen. 

In der Zwischenzeit könnten anhaltende geopolitische Spannungen im Nahen Osten und der laufende Russland-Ukraine-Krieg die Zuflüsse in sichere Häfen erhöhen, was dem Schweizer Franken zugutekommt. Ukrainische Beamte berichteten am frühen Sonntag, dass ein massiver russischer Drohnen- und Raketenangriff Kiew und andere Regionen des Landes in der zweiten aufeinanderfolgenden Nacht ins Visier nahm, wobei mindestens 12 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden. Beamte beschrieben es als den größten Luftangriff seit Russlands umfassender Invasion der Ukraine im Februar 2022.

Schweizer Franken FAQs

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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