• USD/CHF hält Verluste trotz schwächerer Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund der Entspannung der US-China-Zollspannungen.
  • Händler zeigen sich vorsichtig, da der US-CPI-Bericht frischen Antrieb für die Auswirkungen der jüngsten Zölle und inflationären Trends liefern könnte.
  • Die jüngsten Schweizer CPI-Daten haben die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die SNB im Juni eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornimmt.

USD/CHF gibt die jüngsten Gewinne aus der vorherigen Sitzung auf und notiert während der europäischen Handelsstunden am Mittwoch bei etwa 0,8220. Das Paar könnte jedoch wieder an Boden gewinnen, da der Schweizer Franken (CHF) aufgrund der geschwächten Nachfrage nach sicheren Häfen unter Druck geraten könnte, die durch die verbesserte Risikobereitschaft infolge der Entspannung der Zollspannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und China bedingt ist.

US-Handelsminister Howard Lutnick schlug am Dienstag mögliche Lösungen mit China vor und bemerkte, dass beide Länder einen Rahmen zur Umsetzung des Genfer Konsenses erreicht haben. Während Chinas Vize-Handelsminister Li Chenggang sagte, dass die Kommunikation mit den Vereinigten Staaten rational und offen gewesen sei, werde er den Rahmen den chinesischen Führungskräften berichten. Allerdings werden die Beamten beider Seiten die Genehmigung ihrer Führer vor der Umsetzung einholen, so Bloomberg.

Die Renditen von US-Staatsanleihen halten sich stabil, da Händler vorsichtig sind vor den bevorstehenden Inflationsdaten. Der CPI-Bericht wird voraussichtlich Einblicke in die wirtschaftlichen Auswirkungen der jüngsten Zölle und breitere inflationäre Trends geben. Die Renditen von 2-jährigen und 10-jährigen US-Staatsanleihen stehen zum Zeitpunkt der Erstellung bei 4,01% bzw. 4,46%.

In der Schweiz fiel der Verbraucherpreisindex (CPI) in der letzten Woche im Mai um 0,1% im Jahresvergleich und rutschte unter die Zielspanne der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 0-2% und markierte den ersten deflationären Wert seit März 2021. Die schwächeren Inflationsdaten haben die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) in der nächsten Sitzung am 19. Juni eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornimmt.

Schweizer Franken FAQs

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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